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Nach dem Fall Armstrong bleibt ein mulmiges Gefühl zurück

11.10.2012 | 22:01 Uhr
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Nach dem Fall Armstrong bleibt ein mulmiges Gefühl zurück
Lance ArmstrongFoto: dapd

Essen.  Die Beweislast ist erdrückend - und deshalb bleibt im Fall Lance Armstrong eigentlich keine Frage mehr offen. Doch wieso ist Armstrong bei keiner einzigen Doping-Kontrolle im Laufe seines Jahrzehnts in der Weltspitze aufgeflogen? Ein Kommentar.

Eigentlich bleibt im Fall Lance Armstrong keine Frage mehr offen. Die Beweislast ist erdrückend, niemand kann mehr an der Doping-Vergangenheit des früheren US-Radprofis zweifeln. Der Radsport-Weltverband UCI wird sich bei der Entscheidung über die Aberkennung der sieben Tour-Siege trotzdem weiter winden. Also alles wie immer.

Die internationalen Kontrolleure sind auch für andere Sportarten zuständig

Und doch gibt es noch einen offenen Punkt, der neben dem Radsport auch die gesamte Welt des Sports in Frage stellt: Wieso ist Armstrong bei keiner einzigen Doping-Kontrolle im Laufe seines Jahrzehnts in der Weltspitze aufgeflogen? Sind die Dopingtests nur ein wirkungsloser Witz? Die internationalen Kontrolleure, die sich um die Tour de France kümmern, sind auch für andere Sportarten zuständig. Zurück bleibt ein mulmiges Gefühl: Ist Betrug in allen Sportarten so einfach?

Ralf Birkhan

Kommentare
12.10.2012
13:58
Nach dem Fall Armstrong bleibt ein mulmiges Gefühl zurück
von Distanz5 | #4

Kann mich dem nur anschließen: Wenn Sie als Sportberichterstatter immer noch an einen sauberen Radsport geglaubt haben, ist das Ihre Meinung. Dass die Vögel bis unter die Haarspitzen vollgepumpt waren und ach we or sind, war aber jedem "normalen" menschen so lange klar...

12.10.2012
13:06
Nach dem Fall Armstrong bleibt ein mulmiges Gefühl zurück
von Funakoshi | #3

Er hat ihnen ein Angebit gemacht, dass sie nicht ablehnen konnten;-)!!!

12.10.2012
11:19
renano
von AnnetteP | #2

Was für ein Unsinn.
Wenn niemand dopt dann muss trotzdem irgendjemand oben mit mischen. Einen oder mehrere Gewinner gibt es immer. Auch ohne Betrug.

12.10.2012
06:25
Nach dem Fall Armstrong bleibt ein mulmiges Gefühl zurück
von renano | #1

Eigentlich kommt hier nur ans Tageslicht was eigentlich jeder weiß.

Wer in bestimmten Sportarten (Radfahren, Gewichtheben, Schwimmen etc.) ganz oben mitmischen will schafft das, bis auf ganz wenige Ausnahmen, nicht auf natürlichem Weg.

Und wenn mit körperlicher Manipulation nichts zu ändern ist werden halt Ergebnisse vorher abgesprochen (Boxen)

Das ist leider so.

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