Das aktuelle Wetter NRW 26°C
Tennis

Murray schlägt Federer und steht im Finale von Melbourne

25.01.2013 | 15:14 Uhr

Melbourne.  Andy Murray bezwang den viermaligen Melbourne-Gewinner Roger Federer in einem spannenden Halbfinale mit 6:4, 6:7 (5:7), 6:3, 6:7 (2:7), 6:2 und stellt damit auch bei den Australian Open seine im vergangenen Jahr erlangte Siegermentalität unter Beweis. Am Sonntag greift Murray gegen den topgesetzten Titelverteidiger Novak Djokovic (Serbien) nach seinem zweiten Grand-Slam-Titel.

Sogar Griesgram Ivan Lendl huschte ein kurzes Lächeln über das braungebrannte Gesicht. Sein Schützling Andy Murray hatte den Coach zuvor mit einem Erfolg der besonderen Art so richtig glücklich gemacht. Der 25-jährige Brite bezwang den viermaligen Melbourne-Gewinner Roger Federer in einem spannenden Halbfinale mit 6:4, 6:7 (5:7), 6:3, 6:7 (2:7), 6:2 und stellt damit auch bei den Australian Open seine im vergangenen Jahr erlangte Siegermentalität unter Beweis.

Am Sonntag greift Murray gegen den topgesetzten Titelverteidiger Novak Djokovic (Serbien) nach seinem zweiten Grand-Slam-Titel. 'Ich muss bereit sein für die Schmerzen, die mich dann erwarten. Es wird wie immer ein sehr physisches Match gegen Novak', sagte der amtierende US-Open-Sieger, der nach exakt vier Stunden seinen zweiten Matchball verwandelte. 'Natürlich profitiere ich davon, dass ich in der letzten Saison endlich auch wichtige Matches gewinnen konnte', meinte Murray.

Lendl glücklich

Im direkten Vergleich mit Olympiasieger Murray führt Djokovic, der seinen Australian-Open-Hattrick anstrebt, mit 10:7 Erfolgen. Der Gewinner des ersten Grand-Slam-Turniers 2013 kassiert ein Preisgeld in Höhe von 2,56 Millionen Dollar - 2012 waren es 2,42 Millionen Dollar.

Die 15.000 Zuschauer in der Rod-Laver-Arena feierten Murray, während Grand-Slam-Rekordsieger Federer nach dem vorerst geplatzten Traum vom 18. Major-Titel traurig den Centre Court verließ. Murray revanchierte sich damit für die Niederlagen gegen Federer in drei Grand-Slam-Finals seit 2008 und baute seine Bilanz im Duell mit dem Schweizer auf 11:9 Erfolge aus. Unter anderem im Endspiel der Olympischen Spiele 2012 in London hatte Murray die Oberhand behalten.

Sensations-Aus für Serena Williams

 

Im Melbourne Park erwischte Federer einen denkbar ungünstigen Start. Im ersten Durchgang brachte der 31-Jährige nur gut die Hälfte seiner ersten Aufschläge ins Feld und ermöglichte Murray insgesamt sieben Breakchancen. Der Schotte nutzte zwar nur eine davon, holte sich aber nach 45 Minuten den Auftaktsatz.

Ganze Klasse

In der Folge steigerte sich der an Position zwei gesetzte Federer und zeigte angefeuert von den Fans besonders in beiden Tiebreaks seine ganze Klasse. Doch Murray entschied vor allem die langen Ballwechsel für sich. Die Vorentscheidung fiel, als ihm im fünften Satz ein frühes Break zum 2:0 gelang. Seine bisherigen beiden Melbourne-Finals hatte Murray gegen Federer (2010) beziehungsweise gegen Djokovic (2011) verloren.

Am Samstag kommt es im Finale der Frauen zu einem Duell der Extreme zwischen Publikumsliebling Li Na aus China und der harsch kritisierten Wiktoria Asarenka. Die topgesetzte Titelverteidigerin aus Weißrussland hat durch ihre umstrittene medizinische Auszeit im Halbfinale gegen Teenie Sloane Stephens (USA) viele Sympathien verspielt. 'Am Samstag werden die Fans ihr Urteil sprechen', kündigte die Tageszeitung The Age an.

Tennis-Sauna Melbourne

 

Li Na will am 'Australia Day' ihr zweites Grand-Slam-Turnier nach dem Triumph bei den French Open 2011 gewinnen. 'Ich bin hungrig auf den Titel', sagte die 30-Jährige, die am Samstag (09.30 MEZ) die bislang älteste Australian-Open-Einzelsiegerin werden kann. Asarenka würde nur bei einer Titelverteidigung ihre Führung in der Weltrangliste verteidigen können. Bei einer Niederlage der 23-Jährigen würde die bereits im Viertelfinale ausgeschiedene Amerikanerin Serena Williams den Platz an der Sonne übernehmen. (sid)


Kommentare
Aus dem Ressort
7 aus 21 – deutsche Radprofis räumen bei Tour de France ab
Radsport
Im Schatten des Tour-Siegers Vincenzo Nibali aus Italien haben die deutschen Radfahrer beeindruckende Leistungen abgeliefert und sieben der 21 Etappen gewonnen. Das blieb nicht unbemerkt: ARD und ZDF wollen nach der Frankreich-Rundfahrt über die zukünftige Berichterstattung beraten.
Gesunder Geist und Körper - Bei Mockenhaupt läuft es wieder
Leichtathletik
Die Trennung von ihrem Freund hat Sabrina „Mocki“ Mockenhaupt aus der Bahn geworfen. Bei der Team-EM in Braunschweig stand sie völlig neben sich. Jetzt holt sie ihren 39. nationalen Titel und hat bei der EM Großes vor. Die Siegerländerin geht im Marathon und um 10 000-Meter-Lauf an den Start.
Springen mit Prothese – eine Frage der Fairness
Rehm
Der Wattenscheider Julian Reus ist am Wochenende die 100 Meter in 10,05 Sekunden gesprintet – so schnell wie noch kein Deutscher vor ihm. Doch die Menschen sprechen mehr über den Unterschenkel-amputierten Weitspringer Markus Rehm, der mit 8,24 Metern Deutscher Meister wurde.
Der „Hai aus Messina“ beißt sich gegen alle durch
Tour de France
Vincenzo Nibali ist Italiens erster Tour-de-France-Sieger seit Marco Pantani. Nach den beiden verletzungsbedingten Aufgaben von Chris Froome und Alberto Contador lässt der 29-Jährige bei der Frankreich-Rundefahrt nichts anbrennnen. Sein Umfeld stimmt aber nachdenklich
Vierter Etappensieg für Kittel - Nibali feiert den Toursieg
Tour de France
Vincenzo Nibali hat als erster Italiener 16 Jahre nach Marco Pantani die Tour de France gewonnen. Im Ziel der 21. und letzten Etappe feierte der Arnstädter Marcel Kittel seinen vierten Etappensieg in der 101. Ausgabe und egalisierte seine Bestleistung aus dem Vorjahr.
Lahm-Rücktritt
Philipp Lahms Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft...
 
Fotos und Videos
Harte Typen und ganz viel Schlamm
Bildgalerie
Braveheart-Battle
Krav Maga in Essen
Bildgalerie
Krav Maga
Olympia und seine Gesichter
Bildgalerie
Sotschi 2014
Sotschi feiert seine Olympischen Spiele
Bildgalerie
Eröffnungsfeier