Fritz Sdunek war ein großer Trainer und ein großer Mensch

Sie arbeiteten hart für ihre Ziele im Boxring, aber sie hatten auch Spaß miteinander: Fritz Sdunek und Vitali Klitschko, hier im September 2011.
Sie arbeiteten hart für ihre Ziele im Boxring, aber sie hatten auch Spaß miteinander: Fritz Sdunek und Vitali Klitschko, hier im September 2011.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Mit Fritz Sdunek ist der Mann, auf den viele Box-Weltmeister hörten, verstorben. Sein Tod ist nicht nur für den Sport ein Verlust. Eine Würdigung.

Essen.. Verlust ist ein abgegriffenes Wort, ein Wort, das zu oft in Sprechblasen aufgenommen wird. Fritz Sduneks Tod aber ist ein Verlust. Weil er ein Großer war, ein großer Trainer, ein großer Mensch.

Mit der Betonung auf Mensch. In seiner Sportwelt war die Million auch eine kleine Maßeinheit. In seiner Sportwelt waren die Hauptdarsteller auch Popstars. Doch Fritz Sdunek ließ sich davon nicht verändern. Er blieb der Mann, der seine Boxer, der seine Weltmeister zum Grillen eingeladen hat, zu dem sie mit all ihren Sorgen kommen konnten, der ganz sicher nicht immer mit allem einverstanden war, der aber immer zu verstehen versuchte.

Klitschko, Michalczewski und Co. hörten auf Sdunek

Fritz Sdunek hat dabei auch verstanden, dass er mit seiner Menschlichkeit ein Menschenfänger war. Wenn er erzählte, wie er den vor einem Kampf ausgebüchsten Ralf Rocchigiani eingefangen hat, lachte er am meisten. In einer Zockerhölle hat er den schwierigen Bruder des schwierigen Graciano erwischt. Einfach hingesetzt hat er sich. Nur geschaut. Und irgendwann hat Ralf gesagt: Komm, Trainer, lass uns gehn, Dir kann ich das nicht antun.

Box-Legende Die Klitschkos, Michalczewski, Erdei, Grigorian – irgendwie haben sie es alle gehalten wie Ralf Rocchigiani. Für unseren Fritz. . .