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Freund feierte guten Auftakt der Vierschanzentournee auf der Autobahn

31.12.2012 | 14:31 Uhr
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Freund feierte guten Auftakt der Vierschanzentournee auf der Autobahn
Einen Tag nach seinem Erfolg schien wieder in Garmisch-Partenkirchen im Einsatz: Severin Freund.

Oberstdorf.  Das erste Ziel erreicht, den großen Traum vor Augen: Severin Freund darf nach Rang drei in Oberstdorf mehr denn je auf den Gesamtsieg bei der 61. Vierschanzentournee hoffen.

Siegerehrung, Interviews - und dann ab auf die Autobahn: Viel Zeit zum Feiern blieb Skispringer Severin Freund nach dem ersten Tournee-Podest seiner Karriere nicht. "Morgen früh ist schon wieder Training in Garmisch. Es geht hier Schlag auf Schlag", sagte der Niederbayer nach seinem starken dritten Platz am Sonntag in Oberstdorf mit einem Lächeln und stieg in die wartende DSV-Kolonne.

Dabei hätte Freund allen Grund gehabt für eine kleine Party. Zehn Jahre nach Sven Hannawalds Sieg an gleicher Stelle startete wieder ein deutscher Adler mit einem Podestplatz in die Vierschanzentournee. "Als die Eins aufleuchtete, war das ein sehr schöner Moment. Das war perfekt. Ich war mir bis dahin nicht so sicher, da mein Sprung etwas spät war", meinte Freund. Nur Überraschungssieger Anders Jacobsen (Norwegen) und Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer (Österreich) zogen anschließend noch vorbei.

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Die deutschen Skispringer sind auf einem guten Flug

Nach dem Start der Vierschanzentournee dürfen die deutschen Adler auf weitere Erfolge hoffen. Die großen Zeiten von Hannawald und Schmitt sind zwar...

"Unser Minimalziel haben wir erreicht, und das war gar nicht so tief gesteckt, wie viele geglaubt haben. Um hier auf dem Podest zu stehen, muss man schon gut sein", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Und nicht nur das: Auch der Traum vom Gesamtsieg lebt weiter, auch wenn Freund und Schuster noch am Abend kräftig auf die Bremse traten. "Favorit bleibt Schlierenzauer", sagte Schuster über seinen Landsmann. Auch der 24 Jahre alte Freund will vorerst nur "von Springen zu Springen" denken.

Zwei Konkurrenten sind schon aus dem Rennen

Fakt ist aber auch, dass in Andreas Kofler und Thomas Morgenstern gleich zwei Konkurrenten schon aus dem Rennen sind. Da Kofler disqualifiziert wurde und Morgenstern den zweiten Durchgang verpasste, haben die beiden Österreicher bereits keine Chance mehr auf den Gesamtsieg. "Ob da einer disqualifiziert wird oder nicht, braucht uns nicht zu interessieren", meinte Freund lapidar: "Wir müssen weiter auf uns schauen und unsere Leistung bringen."

Am Rande
Mehr als fünf Millionen TV-Zuschauer beim Tournee-Auftakt

Der starke Auftritt der deutschen Skispringer beim Auftakt der Vierschanzentournee hat dem ZDF am Sonntag eine glänzende Einschaltquote beschert. 5,67 Millionen Zuschauer verfolgten den Wettbewerb in Oberstdorf, bei dem Severin Freund Dritter wurde, vor den Fernsehgeräten. Der Marktanteil lag bei 27,1 Prozent, teilte der Tournee-Veranstalter am Montag mit. Dies bedeutet eine Steigerung von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als 4,31 Millionen Fans die Liveübertragung geschaut hatten.

Die stimmte freilich. Hinter Freund sprangen in Michael Neumayer (Berchtesgaden) und Andreas Wellinger (Ruhpolding) zwei weitere Deutsche auf den Plätzen acht und zehn in die Top 10. "Andi hat sich wieder fantastisch verkauft, und Michael Neumayer war die konstanteste Bank des ganzen Wochenendes", sagte Schuster: "Das war ein perfekter Start, ich bin stolz auf die Truppe. Jetzt können wir befreit aufspringen."

Schmitt sammelte erste Weltcup-Punkte seit einem Jahr

Das gilt auch für Martin Schmitt (Furtwangen), der mit Platz 16 seine ersten Weltcup-Punkte seit mehr als einem Jahr sammelte. Der viermalige Weltmeister darf nun sogar hoffen, auch bei den Stationen in Österreich zum dann verkleinerten Team zu gehören. "Wir sind hier beim Leistungssport, das ist keine geschützte Zone. Wenn sich Leute aufdrängen und ihre Leistung bringen, werden sie auch berücksichtigt", sagte Schuster.

Hinter den Erwartungen zurück blieb einzig Richard Freitag (Aue), der mit Platz 15 nicht zufrieden war. "Ich weiß nicht, woran es lag. Ich will mich unbedingt steigern", meinte der 21-Jährige, der von seinem Trainer aufgebaut wurde: "Richie ist weiter dabei, sich die Hörner abzustoßen. Wenn er ein Großer werden will, gehört das zu seiner Entwicklung dazu. Ich bin zufriedener mit ihm als er mit sich selber", so Schuster.

Anschließend stieg auch Schuster ins Auto. Mit einem guten Gefühl, aber ohne Euphorie: "Wir wollen den Schwung mit nach Garmisch nehmen. Wenn wir dort die Ausgangsposition halten, können wir über weitere Schritte nachdenken." (sid)

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