Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Tischtennis

Borussias Trio greift nach EM-Gold

10.10.2012 | 20:25 Uhr
Borussias Trio greift nach EM-Gold
Timo Boll.Foto: AP

Düsseldorf.  Erstmal werden bei der Tischennis-Europameisterschaft im dänischen Herning nur Einzel- und Doppel-Wettbewerbe ausgetragen. Um den zukünftig im Zweijahresrhythmus ausgespielten Mannschaftstitel geht es für die Akteure des Deutschen Tischtennis Bundes erst wieder 2013 in Schwechat.

In sechs Tagen beginnt im dänischen Herning die Tischennis-Europameisterschaft. Erstmals wird kein Team-, sondern werden nur Einzel- und Doppel-Wettbewerbe ausgetragen. Um den zukünftig im Zweijahresrhythmus ausgespielten Mannschaftstitel geht es für die Akteure des Deutschen Tischtennis Bundes erst wieder 2013 in Schwechat.

In Dänemark ist natürlich das Borussia-Trio mit Titelverteidiger Timo Boll, Vize-Europameister Patrick Baum und Christian Süß ebenso am Start wie die in Düsseldorf wohnenden Bastian Steger (1. FC Saarbrücken) und Dimitrij Ovtcharov (Fakel Orenburg). Ergänzt wird das von Bundestrainer Jörg Roßkopf nominierte sechsköpfige Herren-Team von Ruwen Filus (TTC Grenzau) und Patrick Franziska (TTC Fulda).

Boll-Niederlage im Training

Tischtennis
Borussias Trio greift nach EM-Gold

Erstmal werden bei der Tischennis-Europameisterschaft im dänischen Herning nur Einzel- und Doppel-Wettbewerbe ausgetragen. Um den zukünftig im Zweijahresrhythmus ausgespielten Mannschaftstitel geht es für die Akteure des Deutschen Tischtennis Bundes erst wieder 2013 in Schwechat.

Europameister Timo Boll, als Nummer eins gesetzt, fühlt sich nach der „Olympia-Schmach im Einzel“ wieder ganz gut. Er verzichtet auf den Start im Doppel und ist über den neuen Modus nicht böse. „Man nimmt es, wie es kommt. Als gesetzte Spieler greifen wir erst nach der Qualifikation ein und haben einen Drei-Tage-Rhythmus wie bei World-Cup-Turnieren.“

Als Favorit sieht er sich nur bedingt. „Ich habe das Training reduziert, um Frische zu bekommen. Motivation ist da, Form auch. Es gibt viele, die auf hohem Niveau spielen. Nicht nur Dimitrij Ovtcharov kann mir gefährlich werden,“ so der 31-Jährige, „eben im Training hat er mich geschlagen. Er ist in London Bronzemedaillengewinner geworden, nicht ich. Aber ich fahre nach Dänemark, um mein bestmögliches Tischtennis zu spielen. Und um zu gewinnen.“

Baum zweimal in Folge Vize-Europameister

Patrick Baum, zuletzt zweimal in Folge Vize-Europameister, geht die EM nach mäßigem Saisonauftakt bescheiden an. „Nach dem Saisonstart mit knappen Niederlagen fehlt mir Selbstvertrauen. Da muss ich auf eine gute Auslosung hoffen. Aber von einer Medaille träume ich schon.“

Mit Rückenwind startet Czech-Open-Sieger Christian Süß. Er versichert: „Der Sieg in Tschechien hat Selbstvertrauen gegeben.“ Der EM-Dritte von 2010 würde zu gerne eine Medaille gewinnen: „Ich muss sehen, was da auf mich zukommt. Nicht nur ich bin motiviert, sondern alle. Keiner darf den Fehler machen, an die nächste Runde zu denken, bevor die zu spielende überstanden ist. “

Ex-Borusse Roßkopf, 1992 Einzel-Europameister, sieht trotz der in diesem Jahr ausgetragenen Team-WM und der Olympiade keine größeren Probleme und ist recht optimistisch. „Klar, diese Europameisterschaft ist nicht der Höhepunkt der Saison. Aber es ist eine Frage der Einstellung und Motivation, wie man an die Sache herangeht. Es ist gut, dass wir ein starkes Team haben und so die Konkurrenz im eigenen Lager groß ist.“

Joachim Breitbach

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7183718/create

Fotos und Videos
WM-Jubel von Maria Höfl-Riesch
Bildgalerie
Ski alpin
Klitschko gewinnt
Bildgalerie
Boxen
Spektakulärer Super Bowl
Bildgalerie
Super Bowl
Federer gewinnt
Bildgalerie
Tennis
Aus dem Ressort
Weltklasse-Tennis beim Power Horse Cup in Düsseldorf
Tennis
Am Samstag startet ab 12 Uhr der Power Horse Cup im Düsseldorfer Rochusclub, der Tennis-Nachfolger des im vergangenen Jahr beerdigten World Team Cups. Zwar fehlen erneut die besten zehn Cracks der Welt, aber immerhin sind sechs Spieler aus den Top 30 dabei.
Leichtathleten "sind nicht Mittel zum Zweck"
Leichtathletik
Sportdirektor Thomas Kurschilgen will mit den deutschen Leichtathleten noch höher hinaus, vergisst aber nicht die Förderung im Beruf und die wichtige Regenerationsphase nach Olympia. Im Interview spricht der Sportdirektor auch über den Aufschwung der deutschen Leichtathletik.