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Doping

Auch die B-Probe überführt gedopten Sprintstar Tyson Gay

27.07.2013 | 14:13 Uhr
Auch die B-Probe überführt gedopten Sprintstar Tyson Gay
Tyson Gay ist überführt.Foto: dpa

Frankfurt/Main.  Der schnellste Mann über 100 Meter in diesem Jahr kommt aus seinem Dopingskandal wie erwartet nicht mehr heraus: Auch die B-Probe von Tyson Gay ist nach AP-Informationen positiv. Zudem soll es nicht sein einziger Sündenfall gewesen sein.

US-Sprinter Tyson Gay ist einem Bericht der Nachrichtenagentur AP zufolge endgültig als Dopingsünder überführt. Bei dem Dreifach-Weltmeister von 2007 habe die B-Probe den positiven Tests vom 16. Mai bestätigt. AP beruft sich auf Personen, die mit dem Fall des 30-Jährigen vertraut sind. Gay hatte am 14. Juli bestätigt, bei einer Trainingskontrolle positiv getestet worden zu sein.

Tiefer Schock kurz vor Start der Weltmeisterschaft

Um welches Doping-Mittel es sich handelt, ist nicht bekannt. AP berichtet zudem, dass Gay bei den amerikanischen Leichtathletik-Meisterschaften im Juni ebenfalls mit einer positiven Substanz erwischt worden sei. Der Sprinter ist dieses Jahr in 9,75 Sekunden der schnellste Mann über 100 Meter. Er war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Doping
Nach Sprintstar Gay auch Powell positiv auf Doping getestet

Einer der bekanntesten Leichtathleten der vergangenen Jahre hat womöglich manipuliert: US-Sprinter Tyson Gay hat einen positiven Dopingtest bekannt gegeben und seinen WM-Verzicht verkündet. Am Abend kam heraus, dass auch bei Asafa Powell und Sherone Simpson (Jamaika) eine positive A-Probe vorliegt.

Gay droht nun eine Zwei-Jahres-Sperre. Am gleichen Tag wie die Nachricht von seiner positiven A-Probe war bekanntgeworden, dass auch die Jamaikaner Asafa Powell und Sherone Simpson ins Netz der Dopingfahnder geraten waren. Wenige Wochen vor den Weltmeisterschaften in Moskau (10. bis 18. August) hatte der Skandal die Leichtathletik bis ins Mark erschüttert. Die verbotene Substanz bei den Jamaikanern soll nach Angaben von deren Manager Paul Doyle das Stimulanzmittel Oxilofrin sein. Diese sei bei den Landesmeisterschaften festgestellt worden.

Gay hatte in einer Telefonkonferenz bestätigt, dass er bei einer Trainingskontrolle am 16. Mai positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden sei. "Ich komme nicht mit einer Sabotage-Theorie. Fakt ist vielmehr, dass ich Leuten vertraut habe, die mich nun hängengelassen haben", sagte Gay und sagte seine WM-Teilnahme ab.

Überführter Gay sogar Mitglied eines Anti-Doping-Programms

Nach AP-Angaben war dies nicht die einzige Kontrolle, bei der der US-Star aufgefallen war: Er soll auch bei den nationalen Titelkämpfen im Juni, wo er die 100 und 200 Meter gewann, ein verbotenes Mittel im Urin gehabt haben. Gay war zuvor nicht aufgefallen, er ist sogar Teilnehmer am Programm "My Victory" der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA. Dabei melden sich Athleten freiwillig, um die Testqualität bei Kontrollen zu verbessern. (dpa)



Kommentare
28.07.2013
11:35
Auch die B-Probe überführt gedopten Sprintstar Tyson Gay
von Papageiengeplapper | #3

Ob es noch ungedopte Leicht- und Schwerathleten, Radrennfahrer etc gibt, die internationale Erfolge vorweisen können ? Ich denke nein. Also: einfache Konsequenz: ab sofort kein Olympia und keine WM mehr, dann ist der Spuk endlich vorbei. Gilt genauso für Stadionbesuche oder TV-Übetragungen: niemand sollte mehr dahin gehen und keiner sich den Mist im Fernsehen ansehen. Ich kann die ganzen Lügner, Betrüger und Drogendealer sowie -konsumenten nicht mehr sehen, ekelhaft !

27.07.2013
15:43
Auch die B-Probe überführt gedopten Sprintstar Tyson Gay
von FAN58 | #2

Im Kalten-Krieg haben sich die Nationen im Kampf um Gold mit nicht nachweisbare Dopingmittel übertoffen und Doping geht weiter. Natürlich waren auch die AMIS dabei.
Warum die Emphörung wer glaubt den an die wundersamen Zeiten ,Höhen und Weiten.
In zehn Jahren kommt wieder raus wer die Medallien für die aktuellen Spiele
aberkannt bekommt. Wir wollen keine Sportler sondern Sportmonster, 9,5 statt 10,9,
und Spannung im Wettbewerb der Muskelpakete.
Dazu hat der Sportler ein Energiy-Getränk in der Hand und schon fließen die Gelder. Wollen wir die Industrie der Dopinghersteller abschaffen haben wir
wieder Arbeitsplätze verloren.Warum wird Doping erst nach Jahren festgestellt ?
Natürlich zwischzeitlich wird abgesahnt und am ende der Karriere kommt es raus.
Wie bei Zabel,Ulrich, Amstrong und und und.Dann sind diese Leute böse, ha, ha,ha.

wieder


27.07.2013
15:28
Trau, schau , wem?!
von raimont | #1

Es hat eine Zeit gegeben, da konnte ich mich noch als Zuschauer für Leichtathletik, Schwimm-Wettkämpfe, die Tour des France und Olympische Spiele begeistern.
Als dann seinerzeit Jan Ulrich positiv auf Dopingmittel getestet wurde, da bekam die Begeisterung das erste mal einen Dämpfer. Weitere Dopingskandale haben mich sehr nachdenklich gestimmt. Die Folge, mir sind heute als Zuschauer so ziemlich alle Sportarten egal geworden sind. Ich traue keinem „Spitzensportler“ mehr, im Gegenteil. Wenn dieser Tage in den Medien einmal mehr über eine Bestleistung z.B. im Weitsprung, im Sprint oder demnächst wieder im Wintersport berichtet wird. Dann frage ich gedanklich: „na was hast Du denn für ein Mittelchen eingeworfen“.
Schade, dass es soweit gekommen ist, der Zuschauer betrogen wird und die Sportler ihre Gesundheit ruinieren.

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