Das aktuelle Wetter NRW 7°C
Doping

Armstrong entschuldigt sich bei Livestrong-Mitarbeitern

14.01.2013 | 22:01 Uhr
Lance Armstrong bei einem Auftritt für die Livestrong-Stiftung.Foto: AP

Austin.  Lance Armstrong hat sich entschuldigt. Am Beginn der Woche, in der der frühere Radstar womöglich erstmals Doping zugeben wird, bat er die Mitarbeiter seiner Krebsstiftung um Verzeihung. Danach stand das mit Spannung erwartete Oprah-Interview auf dem Programm.

Vor seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Doping-Verurteilung hat sich Ex-Radstar Lance Armstrong bei den Mitarbeitern der von ihm gegründeten Krebsstiftung entschuldigt. Der Texaner besuchte am Montag die Büros der "Livestrong"-Stiftung in seiner Heimatstadt Austin, wo er bei den Mitarbeitern um Verzeihung bat. Dabei habe er sich aber nicht explizit auf die Vorwürfe des jahrelangen Dopings als Radprofi bezogen, wie die Nachrichtenagentur AP unter Verweis auf eine anonyme Quelle berichtete.

Im Anschluss daran war die Aufzeichnung eines Interviews mit TV-Moderatorin Oprah Winfrey geplant, in dem der frühere Dominator der Tour de France erstmals zu den massiven Vorwürfen Stellung nehmen wird. Jüngsten Medienberichten zufolge wollte Armstrong dabei die Einnahme von Dopingmitteln gestehen, aber keine umfangreichen Details oder Namen verraten.

Das mit Spannung erwartete Interview, das am Donnerstagabend (Ortszeit) im US-Fernsehen und gleichzeitig Internet ausgestrahlt wird, sollte in einem Hotel in Austin aufgenommen werden. Ursprünglich war das Haus des 41-Jährigen für den Dreh vorgesehen gewesen - allerdings war das Anwesen Armstrongs von Journalisten belagert, weswegen vermutlich die Planänderung vorgenommen wurde.

Emotionaler Besuch

Der Besuch und die Ansprache Armstrongs bei "Livestrong" sollen sehr emotional gewesen sein. Der Ex-Profi, dem seine sieben Siege bei der Tour de France aberkannt worden waren, habe mehrmals um Fassung gerungen, einige Mitarbeiter hätten geweint, berichtete AP.

Der Gründer der Stiftung, der sich nach Veröffentlichung der umfangreichen Beweise durch die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA aus der Führungsebene von "Livestrong" zurückgezogen hatte, habe "ehrlich und tiefempfunden sein Bedauern ausgedrückt", sagte Stiftungssprecherin Katherine McLane der Nachrichtenagentur Reuters. Details über eine mögliche Dopingbeichte nannte sie dabei nicht.

Jahrelanges Doping

Armstrong habe sich dafür entschuldigt, die Mitarbeiter enttäuscht und das Unternehmen einem Risiko ausgesetzt zu haben. Wegen der in einem mehr als 1000 Seiten starken Dossier vorgebrachten Beweise - darunter Zeugenaussagen ehemaliger Teamkollegen - hatten sich mehrere Sponsoren wie der Sportartikel-Gigant Nike von Armstrong abgewendet.

Doping bei der Tour

Der Radsport-Weltverband UCI hatte alle Ergebnisse Armstrong von August 1998 im Nachhinein gestrichen. Der Amerikaner soll jahrelang gedopt haben, unter anderem mit EPO, Testosteron und Kortison. Außerdem soll er seine Teamkollegen bei den Rennställen US Postal und Discovery Channel zum Dopen genötigt haben. Ihm drohen nun Schadensersatzklagen und wegen Meineids sogar eine Gefängnisstrafe. (dpa)



Kommentare
Aus dem Ressort
Paul Biedermann siegt über 200 Meter Freistil
Schwimmen
Paul Biedermann hat die WM-Norm bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal klar unterboten. Der Weltrekordler schlug am Donnerstag über 200 Meter Freistil in 1:43,24 Minuten an. Mit seiner Zeit ist Biedermann Neunter der Weltjahresbestenliste.
Die SGE-Assen starten bei der Kurzbahn-DM in Wuppertal
Schwimmen
In der schmucken Wuppertaler Schwimmoper beginnen an diesem Mittwoch die Deutschen Meisterschaften auf der Kurzbahn. Es geht um nationale Titel und Medaillen, auch um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Doha/Katar (3.-7.Dezember).
Max Pilger - Hoffnungsträger der deutschen Schwimmer
Schwimmen
Der in Essen lebende Brustschwimmer Max Pilger ist mit 18 Jahren nicht nur Spitze im Sport, sondern auch in der Schule. Bei der Deutschen Kurzbahn-Meisterschaft in Wuppertal will er eine Medaille holen. Er ist einer der Hoffnungsträger des deutschen Schwimmsports.
Die Dummheit von Evi Sachenbacher-Stehle wird milde bestraft
Kommentar
Die des Dopings überführte Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle wird nur für sechs Monate gesperrt. Damit ist sie gut weggekommen, weil sie trotz großer Erfahrung verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel zu sich nahm - und damit fahrlässig handelte. Ein Kommentar.
Klitschko gegen Pulew - Der Kampf vor dem Kampf
Boxen
Wladmir Klitschko boxt am Samstag in Hamburg gegen den Bulgaren Kubrat Pulew – schon vorher wird gestritten. Seit Tagen geht es um verdeckte Dopingvorwürfe, die Anzahl von Begleitern und die Marke der Kampf-Handschuhe. Bleibt die Frage, ob der Kampf spannender werden könnte als das Gezänk vorab.
Umfrage
Sechs Tabellenplätze und fünf Punkte Rückstand: Ist der BVB im Spiel beim SC Paderborn nur Außenseiter?

Sechs Tabellenplätze und fünf Punkte Rückstand: Ist der BVB im Spiel beim SC Paderborn nur Außenseiter?

So haben unsere Leser abgestimmt

Warum nicht? Nach elf Spieltagen lügt die Tabelle nicht mehr.
19%
Die Chancen stehen fifty-fity.
28%
Paderborn? Alles andere als ein klarer BVB-Sieg wäre eine große Überraschung.
52%
909 abgegebene Stimmen
 
Fotos und Videos
Harte Typen und ganz viel Schlamm
Bildgalerie
Braveheart-Battle
Krav Maga in Essen
Bildgalerie
Krav Maga
Olympia und seine Gesichter
Bildgalerie
Sotschi 2014
Sotschi feiert seine Olympischen Spiele
Bildgalerie
Eröffnungsfeier