Wenn Fußball-Experten nur noch nerven
21.09.2012 | 17:25 Uhr 2012-09-21T17:25:00+0200
Essen. Keine Fußball-Übertragung im Fernsehen kommt mehr ohne sie aus: die Experten. Dabei haben sie in der Regel nicht viel zu sagen. Sondern nerven nur. Immerhin: Sie stürzen mit ihren Bewertungen niemanden ins Unglück. Was von Experten in anderen Branchen nicht behauptet werden kann. Ein Kommentar.
Es gab zwar keinen aktuellen Anlass, aber es musste wohl mal gesagt werden. Also hat Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann jetzt prophezeit, Joachim Löw werde „2014 seinen letzten Versuch haben, einen Titel zu gewinnen“. Donnerwetter! Um darauf zu kommen, muss man wohl „Experte“ sein, also jener Spezies angehören, die im Fußball derzeit Hochkonjunktur hat. Wer als prominenter Altstar immer noch keinen Experten-Job in der Medienszene ergattert hat, muss etwas falsch gemacht haben – oder, je nach Standpunkt: alles richtig.
Wenn es nach den Bayern-Bossen geht, muss Mehmet Scholl sich entscheiden: Ist er Trainer beim FC Bayern München oder TV-Experte bei der ARD. Doch Scholl ist der beste TV-Experte seit langem. Ein Kommentar.
Irgendwann verstand man unter einem Experten einen Sachverständigen. Im Fußball verkörperte er buchstäblich geballte Kompetenz. Spätestens jedoch seit Lothar Matthäus, Peter Neururer oder eben Jens Lehmann in diversen TV-Runden dilettieren, sind „Klugschwätzer“, „Besserwisser“ und „Worthülsenproduzent“ die passenderen Synonyme.
Nun müssen gerade Journalisten, die selbst gerne vorgeben, es besser zu wissen, vorsichtig mit solcher Kritik sein. Werden sie doch nicht ganz ohne Grund im Glashaus vermutet, sobald sie mit Steinen werfen.
Zur Ehrenrettung aller Experten sei deshalb festgehalten: Auch wenn sie zunehmend nerven, so nerven sie doch „nur“ und stürzen niemanden ins Unglück. Was sich zum Beispiel von den Experten der Finanzbranche nicht sagen lässt …
12:16
Reinhard Schüssler sowie auch allen Lesern dieses Berichtes empfehle ich dann zumindest einmal bei Liga total (T-Entertain) reinzuschauen.
Qualitativ hochwertige Interviews und ein hervorragend moderierender Thomas Helmer!
Keine dämlichen Fragen und keine verblödende Moderation á la Sky.
Prädikat: absolut empfehlenswert mit hohem Spassfaktor!!!
11:12
es gibt sogar noch Expertenstammtische wo man nur noch wegschalten kann !
#2Jeden Sonntag morgen das ist ganz schlimm
04:59
Mehmet Scholl höre ich mit seiner "Fußballsprache" auch gerne und dann kommt bis auf G. Netzer eine große Leere . Grundsätzlich hat Herr Schüssler aus meiner Sicht mehr als recht und das gilt insbesondere für Herrn Lehmann sowie die erwähnten Herren Neururer oder Matthäus - kann man beliebig fortsetzen .
Bei den aufgezählten Herren hat der "Umstieg" nicht geklappt , was oftmals bei Menschen aus dem Alltag mit dem "Ruhealter/Rente" auch so ist und sich nie ändern wird . Da fahren auch finanziell unabhängige Arzneimittel durch die Gegend und argumentieren mit nicht nachvollziehbaren Gründen dafür .