Titan und EM-Experte Oliver Kahn will twittern
12.06.2012 | 12:37 Uhr 2012-06-12T12:37:01+0200
Usedom. ZDF-Experte und Ex-Titan Oliver Kahn hatte am Montagabend versprochen, er würde während der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine auch mal Twitter ausprobieren. Dieses Versprechen schlug hohe Wellen in den Sozialen Netzwerken.
Auch der zweite Tag der ZDF-EM-Berichterstattung von der Meerbühne auf der Ostseeinsel Usedom schlug hohe Wellen. Nachdem die Twitter-Gemeinde noch am Sonntag amüsiert bis empört über die Tonprobleme des ZDF, den Sendeinhalt und das Niveau des Moderatorenduos Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn war, löste ein Versprechen von „Titan“ Kahn während der Sendung eine hohe Tweetfrequenz aus – die bis zum Dienstag nicht abgeklungen ist.
Was ist passiert? Jeannine Michaelsen, die Social-Media-Expertin des Zweiten, gesellte sich zum Moderatorenduo und berichtete am Fußballstrand aus der Netzwelt. Die spanische Nationalmannschaft beschäftige sich nach dem 1:1 gegen Italien eher mit dem Finale der French Open in Paris, und die Dänen, denen vom Verband ein Social-Media-Verbot auferlegt wurde, seien eh wenig an Twitter interessiert.
Oliver Kahn gibt Twitter-Versprechen ab
So wenig wie Oliver Kahn. Bislang. Doch das könnte sich bald ändern. Schon am Sonntag verfolgte der ehemalige Nationaltorwart einigermaßen interessiert die Klickaktivitäten der attraktiven Jeannine – am Montag machte Kahn sie dann sogar zum Thema. „Ich staune grad“, gab der Experte zu Protokoll, als er den Tweet von Sergio Ramos über Rafael Nadal las. „Ich finde das hoch interessant“ - und Jeannine lächelte. „Ich überleg’ grad, vielleicht könnte ich das auch mal machen." Aber nicht während der Sendung, mahnte Müller-Hohenstein streng, um dann aber zu ergänzen: „Olli, du wirst uns während der EM die Freude machen und einmal twittern.“ Einmal. „Okay“, sagt der Titan. „Einmal mach ich’s. Ich versprech’s euch.“ Und dieser Satz löste bei Twitter eine Flut von Tweets aus.
ziromr schrieb: „Olli Kahn auf Twitter. Endlich“, „Eier! Wir brauchen Eier!" wird abgelöst von "Twitter, wir brauchen Twitter!“, twitterte OrnellasMutti, und lion69_ol ergänzte: „Social Media-Freunde aufgepasst: Oli Kahn kündigt Twitter-Account an!“ Sogar der Wimbledon-Sieger und Twitterer Becker_Boris reagierte: „Oliver Kahn auf Twitter....auf gehts!“
Twitter-Nachhilfe bei Hans Sarpei
„Wir sind gespannt, wann Olli Kahn bei Twitter loslegt - werden es euch auf jeden Fall wissen lassen“, kündigte das ZDF im Account ZDFsport an. Vorher aber muss man dem ehemaligen Bayern-Profi das System mit den 140 Zeichen erst noch erklären. „Ich rechne fest damit, dass der Oliver Kahn heute Nacht bei HansSarpei ins Twitter-Trainingslager geht“, vermutete seba04. Andere behaupten, Kahn wolle nur ein bisschen Nachhilfe von der hübschen Expertin Jeannine. Die sucht jetzt in ihrem eigenen ZDF-Blog „Strandblog“ einen Twitternamen für Kahn – „Gebt dem Titan einen Namen…“ Mehr als hundert Vorschläge gibt es bislang. Von @kahn_zerlegt_twitter über @kahnnix bis hin zum relativ einfallslosen @Titan - die Ideen der Schnittstelle aus ZDF-Zuschauern und Twitterern sind vielfältig. Am Mittwoch soll dann am ZDF-Fußballstrand auf Usedom der Gewinner vorgestellt werden.
Übrigens sind nicht alle Twitter-User begeistert von dem „Internet-Titan.“ rennradklaus schrieb: „Mal ehrlich: wenn die Welt alles braucht, aber nen twitternden Titan Oliver Kahn? Muß ihm zum Glück nicht folgen.“ Und MarcusBlumberg twitterte: „Kahn will twittern? Ok, dann aber bitte in ganzen Sätzen, also nicht wie Bobbele.“ NelaPanghyLee fragte sich mit einem Augenzwinkern: „Olli Kahn will twittern. Wie schreibt er seinen einleitenden Zischlaut beim Sprechen? Hssssstssssss (...).“
larsklingbeil empfiehlt auch gleich der ARD, Kahns Beispiel zu folgen: „Liebe ARD, das ZDF hat Olli Kahn zum Twittern überredet, könntet ihr das bei Mehmet Scholl bitte auch tun? Danke!“
Wann, wie und wo Oliver Kahn seinen Premierentweet raushaut: Wir werden es erfahren. Nachhaltigkeit darf man sich allerdings nicht versprechen.
12:42
Die beiden, die für das ZDF auf Usedom die Zeit totlabern, dürften keinen Cent Fernsehgbühren kassieren. Eine Zumutung!
11:09
@banane
09:27
Als Name = DUMMSCHWÄTZER.
10:53
Ich hätte da einen passenden Namen für die beiden "Pfeiffen von Usedom", denen das ZDF auf der Urlaubsinsel Usedom für hunderttausende unserer GEZ-Gebühren einen eigenen Fernsehgarten hingestellt hat: "Fußballlegastheniker".
Die Müller-Hohenstein hat nur ganz wenig angelesenes Fußballwissen und Kahn hat die Ausstrahlung einer Schubkarre, wenn diese leer ist. Wenn sie voll ist, hat sie mehr. Er glänzt seit 3 Jahren als "Fußballexperte des ZDF" mit seinem gekünztelten Lachen mit drei auswendig gelernten Sprüchen und bringt immer wieder sich und seine ach so tolle Karriere unter. Egal welcher Fußballexperte bei welchem Sender, alle sind sie deutlich besser als Kahn.
Er sollte lieber vom Parken auf Behindertenparkplätzen und auf Gehwegen, von Geschwindigkeitsüberschreitungen, von seinem Zollvergehen oder aus seinem Privatleben berichten, das wäre alles interessanter als seine Meinung zum aktuellen Fußball.
07:43
Denke das geht nach hinten los... hat ihm keiner gesagt dass er nur 140 Zeichen frei hat? Die gehen doch schon fürs sein äääääääääääääääääääääääääääääääääääähhhhm drauf ...
17:44
Na ja. Was Olli Kahn da so "raushaut" (schöne Wortschöpfung übrigens), dürfte die gleiche Qualität und Wichtigkeit haben wie das Getwittere in manchen Zeitungs-Redaktionen.
Das Gute an der Nachricht: Man kann es zur Kenntnis nehmen. Man muss aber nicht!
17:22
Ich ignoriere diese Netzwerke nicht. Das sie Bestandteil dieser Gesellschaft sind, ist nicht zu verleugnen.Leider.
Aber was auf diesen Netzwerken (größtenteils) als relevant angesehen wird ist MEINES ERACHTENS (und nur darum ging´s in dem Kommentar:
UNINTERESSANT.
Big Brother und Konsorten,RTL -Sendungen, Betroffenheitsfernsehen, Daniela Katzenberger und Co. sind auch Bestandteil dieser Gesellschaft.
Ergo vermute ich, dass Sie da auch an weiteren Artikeln hier in der Zeitung Interesse haben ?
Es geht nicht um mein Interesse.
Aber an solchen Themen scheint ein öffentliches Interesse zu bestehen.
Daher ist es völlig richtig, dass Medien darüber auch berichten.
16:48
heißt das auf deutsch lieber Dr.Seltsam.
Und diese Netzwerke sind die Pest des 21. Jahrhunderts. Einmal drin und schon infiziert.
16:47
Für Kahn wahrscheinlich das vorteilhaftere Medium, er wird sicherlich besser schreiben können, als er sprechen kann.
Ich glaube kaum, dass Herr K. besser schreiben als sprechen kann. Der überschätzt sich ganz einfach.
Ich glaube kaum, dass Herr K. besser schreiben als sprechen kann. Der überschätzt sich ganz einfach.
15:08
@1 und 3
Es steht Ihnen ja durchaus frei, Social Networks zu ignorieren.
Aber Ihren Gesichtskreis zum grundsätzlichen Maßstab für berichtenswertes zu erklären ist vielleicht etwas überheblich, oder?
Für hunderte Millionen Menschen weltweit sind Twitter und Co Alltag.
Das dürfen Sie finden wie sie möchten, es ändert aber nichts an der Realität.
Es ist also ein gewichtiger Teil unserer Gesellschaft, der Ihrer Meinung nach ignoriert werden soll.
Es ist einfach der Realität geschuldet, dass über solche Wellen auch außerhalb der Netzwerke berichtet wird.