Ralf Rangnick plant sein Trainer-Comeback für den Sommer
19.02.2012 | 10:06 Uhr 2012-02-19T10:06:19+0100
Essen. Schalke-Ex-Trainer Ralf Rangnick geht es knapp fünf Monate nach seinem dem Aus wegen Burnout wieder besser. Am Samstag stellte sich Rangnick im "Aktuellen Sportstudio" erstmals nach seinem Ausstieg der Öffentlichkeit. Im Sommer will er wieder als Trainer im Profifußball agieren.
Dem früheren Schalke-Trainer Ralf Rangnick geht es nach seinem Burnout wieder deutlich besser. In der nächsten Saison will Rangnick wieder auf der Trainerbank sitzen . Die Atmosphäre in den Stadien, die Arbeit mit den Spielern und eine Mannschaft zu formen – das hat der 53-Jährige vermisst. „Darauf freue ich mich am meisten“, sagte er am Samstagabend im „Aktuellen Sportstudio“ im ZDF.
Seit dem Rücktritt als Trainer von Schalke 04 sind fünf Monate vergangen. Zeit, in der Rangnick sein Leben umgekrempelt hat. „Für mich war es wichtig, sich um mich selbst zu kümmern“, verrät er. Er achte nun mehr auf seine Ernährung, gönne sich Ruhepausen und treibe wieder Sport.Kurzum: Es geht ihm deutlich besser. Das konnten auch die Fernsehzuschauer sehen. Im ZDF zeigte sich ein Mann, der frisch und erholt wirkte. Dass er noch vor wenigen Monaten so ausgelaugt war, dass er sich seinem Trainerjob nicht mehr gewachsen fühlte, mochte man kaum glauben.
Rangnick sieht Burnout-Ausstieg nicht als Manko
„Nach langer und reiflicher Überlegung bin ich zum Entschluss gekommen, dass ich eine Pause brauche“, hatte Rangnick seine schwere Entscheidung damals begründet. „Mein derzeitiges Energielevel reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein und insbesondere die Mannschaft und den Verein in ihrer sportlichen Entwicklung voranzubringen.“
Das hat sich mittlerweile geändert. „Ich fühle mich jetzt wieder in der Verfassung, eine Mannschaft zu übernehmen“, sagte der 53-Jährige. Welcher Verein es sein könnte, ließ Ralf Rangnick offen. Auf Spekulationen ließ er sich nicht ein: „Es macht keinen Sinn, über einzelne Vereine nachzudenken.“
Sorgen, ob sein Burnout die Rückkehr auf die Fußballbühne erschweren könnte, hat Rangnick keine. „Zum Zeitpunkt der Entscheidung habe ich daran nicht gedacht“, so der Trainer. Und auch heute scheint für Rangnick sein Comeback nicht in Frage zu stehen. In Ruhe will er es auf sich zukommen lassen. Dass sein Name schon jetzt wieder in Trainer-Diskussionen fällt, nimmt der 53-Jährige gelassen. „Ich werde es nicht verhindern können, dass meine Name jetzt wieder eine Rolle spielt.“
Rangnick fand Ruhe bei seiner Familie
Dass der Rücktritt bei Schalke aber ein Einschnitt für ihn war, daran ließ Rangnick keinen Zweifel. „Für mich war es selber irritierend“, gesteht er. Der Fußballtrainer war immer ein überschäumender, energiegeladener Mensch, der so etwas wie Burnout nicht kannte. Als Folge des pfeifferschen Drüsenfiebers änderte sich das. Plötzlich fehlten ihm das Feuer und die Freude an seinem Job. Er war schlichtweg ausgebrannt. „Meine Blutwerte waren katastrophal“, so Rangnick. Hinzu kam die hohe mentale Belastung.
Ralf Rangnick brauchte Abstand. Seinen Ruhepol fand er bei seiner Frau und den Kindern. Den Fußball verfolgte er nur mit seinen Söhnen Kevin (20) und David (16) zu Hause in Backnang (bei Stuttgart) vom Fernseher aus. Zu Spielen ins Stadion ist er nicht gegangen.
Auch in Zukunft will er an seinem neuen Lebenswandel festhalten. „Die Zeit muss man sich konsequent nehmen“, so Rangnick.
14:48
Ihr Dummschwätzer seid ja wirklich Experten auf dem Gebiet. Burnout, Überforderung, wie wollt Ihr dass denn unterscheiden? Ihr kennt bestimmt alle Details im Fall Rangnick. Wenn ich beim lesen Eurer dämlichen Kommentare an den Fall Robert Enke denke könnte ich mich gerde raus auf den Bildschirm übergeben.
08:17
Hi Chappi!
Die Krankheit besteht darin, daß sich Leute überschätzen, und sich Aufgaben widmen , denen sie nicht gewachsen sind.Wenn sie dann merken, dass sie nicht so toll sind kriegen sie einen Burnout. So sehe ich das. Unbestritten mag es genug wirkliche Erkrankte mit dem Burnout Syndrom geben, aber ist es nicht ein herrlicher Vorwand, sein Unzulänglichkeit oder Scheitern zu vertuschen. Und Rangnick erscheint mir als ehrgeizzerfressener Wicht, mit der Lizenz zum Burnout.
Ich habe auch manchmal so ´nen Burnout, nach dem Genuß von Hülsenfrüchten!
Laß ich dann im Fahrstuhl zurück, wenn ich meine Etage erreicht habe.
HELAU!
13:52
Vielleicht sollte sich der ein oder andere mal übers Stammtischgeschwätz hinaus mit der Krankheit beschäftigen bevor er sich hier zu peinlichen kommentaren hinreissen lässt!
Hauptsache andere fertig machen, dann muss man sich auch nicht mit sich selbst beschäftigen.
13:38
Sehe ich genauso. Wer den noch nimmt muss einen an der Klatsche haben. Was ist wenn er wieder n bisschen Stress hat, dann macht er wieder ne Auszeit.
12:54
Rangnick ist ja voll der inburner. Er ist mehr so ein Kandidat für die Clubs, die Lodda geschädigt sind. Die brauchen einen geltungssüchtigen Erbsenzähler, der mit Mafiakohle die Fußballvorherrschaft rechts vom Ural sichert.
12:18
leider ein sehr fragwürdiges Verhalten von Rangnick. Sieht eher so aus, dass er die Zeichen der erkrankung noch nicht verstanden hat. Wenn er im Sommer schon wieder voll einsteigt, liegt das Risiko eines Rückfalls sehr nahe. Wenn er es wirklich schaffen sollte, dass es ihm auf Dauer gut geht, hätte er grosses Glück. Es ist ihm zu wünschen. Allein ich kann es nicht glauben. Zu unterstellen es läge kein burnout vor geht ein wenig zu weit.
11:28
Sorry, er bettelt schon seit Wochen um einen neuen Verein. Hätte er wirklich ein Burnout erlitten, wäre er nicht so schnell wieder da gewesen.
Ralf R. war auf dem Weg des Scheiterns und war überfordert. Selbst Psychologen bestätigten mehrfach, dass man zwischen Überforderung und Burnout unterscheiden muss!