Profi-Fußballer kann Sky-Abo nicht von der Steuer absetzen

Das Finanzgericht Münster urteilte: Sportler nutzen ihr Pay-TV eher für private, als für berufliche Zwecke.
Das Finanzgericht Münster urteilte: Sportler nutzen ihr Pay-TV eher für private, als für berufliche Zwecke.
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Was wir bereits wissen
Ein Fußballer aus der 2. Bundesliga kann sein privates Pay-TV nicht steuerlich geltend machen. Er gab an, es zur taktischen Vorbereitung zu nutzen.

Münster.. Ein Fußball-Abo im Bezahlfernsehen lässt sich für Profikicker nicht ohne weiteres von der Steuer absetzen. In einem Urteil vom 24. März hat das Finanzgericht Münster entschieden, dass die Kosten für das "Sky"-Abo keine Werbungskosten eines Berufsfußballers darstellten (Az. 2 K 3027/12 E). Geklagt hatte ein Zweitliga-Spieler, nachdem das Finanzamt die Aufwendungen nicht anerkannt hatte. Das Urteil hatte das Gericht am Mittwoch öffentlich gemacht.

Der Spieler hatte argumentiert, durch das Ansehen der Spiele schule er seine fußballerischen Fähigkeiten und bereite sich taktisch auf seine Gegenspieler vor. Das Gericht folgte dagegen der Sichtweise des Finanzamtes. Die Kosten seien der privaten Lebensführung zuzuordnen. Nach der allgemeinen Lebenserfahrung sei davon auszugehen, dass der Kläger das Abo auch genutzt habe, um sich andere interessante Spiele anzusehen. Eine Aufteilung der Kosten komme nicht in Betracht, da es hierfür an objektivierbaren Kriterien fehle. Der Kläger habe auch keine konkreten Angaben zur tatsächlichen Nutzung gemacht. (dpa)