Einige Sportgrößen sollten sich in Medien lieber einmal zurückhalten
15.02.2013 | 18:27 Uhr 2013-02-15T18:27:00+0100
Essen. Olaf Thon übt Kritik an Bastian Schweinsteiger, Ottmar Hitzfeld gibt Robert Lewandowski und den Bayern „Ratschläge“: Selbst gestandene Sport-Größen lassen sich immer häufiger von den Medien verführen, obwohl sie Erfahrung damit haben, dass selbst eher harmlose Bemerkungen oft aufgebauscht werden. Ein Kommentar.
Seine Zukunftspläne kennt nur Robert Lewandowski selbst. Aber er hat sie, so sie überhaupt schon konkret sind, nicht öffentlich gemacht. Was viele Leute, wie wir seit Wochen erleben, nicht daran hindert, jede Spekulation darüber zu kommentieren. Gerade erst hat Ottmar Hitzfeld, der eher zu den Besonnenen der Branche zählt, seine Zweifel an einem Wechsel des BVB-Stürmers zum FC Bayern geäußert. Begründung: Bayern hätte dann einen Stürmer zu viel, und der künftige Coach Sepp Guardiola, der schon mit Stars wie Ibrahimovic und Eto’o nicht zurecht gekommen sei, bevorzuge ein System ohne Mittelstürmer.
Warum lassen sich Ex-Profis von den Medien derart leicht verführen?
Die Gerüchteküche um BVB-Spieler Robert Lewandowski brodelt - was letztlich dran ist? Man weiß es nicht genau. BVB-Trainer Jürgen Klopp scheint das Gerede egal zu sein. Für ihn ist wichtig, dass sein Stürmer für seinen aktuellen Verein alles gibt.
Weder wissen wir, ob Lewandowski dem Schweizer Nationaltrainer für diesen „Tipp“ dankbar ist, noch, ob sich Guardiola von ihm treffend beschrieben sieht. Aber es ist mehr als bloß eine Ahnung, dass Hitzfeld wenig amüsiert wäre, sähe er seine Belange durch diverse Interview-Aussagen berührt. Was zu der Frage führt: Warum lassen sich selbst gestandene und noch gut beschäftigte Persönlichkeiten, die kaum auf eine billige Schlagzeile aus sein dürften, von den Medien so leicht verführen, obwohl sie hinreichend Erfahrung damit haben, dass selbst eher harmlose Bemerkungen oft aufgebauscht werden?
„Angst frisst Seele auf“, beschreibt Olaf Thon den derzeitigen Zustand der Schalker Profis. In Gladbeck plauderte der Fußball-Weltmeister von 1990 beim Aschermittwochs-Gespräch über Fußball und Karriere. Seinen Nachfolgern im aktuellen S 04-Kader empfahl Thon ein Aufbäumen beim Spiel in Mainz.
In diese Kategorie fällt auch Olaf Thons Kritik an Bastian Schweinsteiger. Sicher ist auch hier: Der frühere Nationalspieler hätte sich während seiner aktiven Laufbahn für das Herummäkeln eines früheren Stars an seiner Leistung „bedankt“. Unter anderem glaubt Thon bei Schweinsteiger „zu viel Zurückhaltung im Mittelfeld“ ausgemacht zu haben. Unabhängig von der Substanz dieser Einschätzung wünschte man gerade anerkannten Fußball-Größen jene Zurückhaltung, die sie von anderen einzufordern pflegen.
17:38
"Unabhängig von der Substanz dieser Einschätzung wünschte man gerade anerkannten Fußball-Größen jene Zurückhaltung, die sie von anderen einzufordern pflegen."
Warum? Dazu steht in dem Kommentar nichts Gehaltvolles.
14:31
Olaf Thon hat ja auch recht damit. Außerdem: was hat denn Schweini bisher erreicht.
Mit Bayern Meister zu werden oder Pokalsieger, das kann man auch mit einem Mittelstürmer, der 2,5 Zentner wiegt. International war bisher noch nichts zu sehen.
Siehe Nationalelf. Thon war immerhin Weltmeister.
16:17
Einige "Journalisten" sollten sich auch lieber mal zurückhalten...