DHB-Aus mit Traumquote, Roggisch macht weiter

In der Gunst der TV-Zuschauer - und weiter im DHB-Dress: Nationalmannschafts-Kapitän Oliver Roggisch.
In der Gunst der TV-Zuschauer - und weiter im DHB-Dress: Nationalmannschafts-Kapitän Oliver Roggisch.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Sieben Millionen Fernsehzuschauer verfolgten die Niederlage der deutschen Handball-Nationalmannschaft im WM-Viertelfinale gegen Gastgeber Spanien. Nur das Dschungelcamp war am Mittwoch erfolgreicher. DHB-Kapitän Oliver Roggisch erklärte danach, dass er seine Karriere im Nationalteam fortsetzen wird.

Saragossa.. Sieben Millionen TV-Zuschauer drückten der deutschen Handball-Nationalmannschaft im WM-Viertelfinale gegen Spanien vergeblich die Daumen. Das große Interesse und der gute Marktanteil von 22,7 Prozent für die ARD-Übertragung konnten die 24:28-Niederlage und das WM-Aus der DHB-Auswahl aber nicht verhindern. Nur die RTL-Dschungelshow lockte am Mittwoch mit 7,47 Millionen (31,1 Prozent Marktanteil) mehr Zuschauer an.

Traumquote von 2007 bleibt unerreicht

Die Traumwerte von der Handball-WM 2007 in Deutschland wurden allerdings nicht erreicht. Beim Heim-Turnier hatten vor sechs Jahren 8,24 Millionen Fans den Sieg von Deutschland im Viertelfinale gegen Spanien verfolgt. Der Erfolg entfachte eine Euphorie im ganzen Land, die ihren Höhepunkt mit 16,17 Millionen Zuschauern beim Sieg im WM-Finale gegen Polen erreichte.

Handball Mit der Niederlage des deutschen Teams in Saragossa endeten auch die Live-Übertragungen von ARD/ZDF bei der WM in Spanien. Die restlichen Partien im Halbfinale am Freitag, Spiel um Platz drei am Samstag und dem Endspiel am Sonntag werden live von Spartensender Sport1 gezeigt.

Roggisch ist "stolz, den Adler auf der Brust zu tragen"

Indes entschied sich DHB-Kapitän Oliver Roggisch, seine Karriere in der deutschen Handball-Nationalmannschaft nach dem fünften Platz bei der Weltmeisterschaft in Spanien fortzusetzen. "So lange ich der Mannschaft helfen kann, werde ich stolz sein, den Adler auf der Brust zu tragen", sagte Roggisch.

Der 34 Jahre alte Abwehrchef hält auch eine Teilnahme an der nächsten WM in zwei Jahren in Katar für denkbar. "Ich habe mir überhaupt kein Limit gesetzt. Wenn ich irgendwann merke, dass es nicht mehr reicht, dann bin ich der Erste, der den Platz räumt", sagte Roggisch. Der Kreisläufer von den Rhein-Neckar Löwen erzielte seit seinem Länderspiel-Debüt 2002 in 190 Partien 42 Tore. (dpa/sid)