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Bayern plant offenbar Facebook- und Twitter-Verbot

27.01.2012 | 15:47 Uhr
Bayern plant offenbar Facebook- und Twitter-Verbot
Bayern Münchens Brasilianer Breno twittert gerne und viel. Hier ein Bild vom Trainingsgelände des deutschen Rekordmeisters.

München.   Erst das Eigentor mit der fragwürdigen PR-Aktion bei Facebook, nun folgt der nächste Social-Media-Hammer des deutschen Rekordmeisters Bayern München. Nach Informationen der Münchener TZ hat Bayern seinen Spielern ein Verbote für soziale Netzwerke erteilt.

Social Media und Bayern München kommen offenbar einfach nicht zusammen. Während andere Vereine Twitter, Facebook und Youtube als Chance nutzen, mit den Fans zu interagieren und sie über andere Kanäle zu informieren, entfernen sich die Macher von Bayern München immer mehr von den Communities im Internet.

Am Donnerstag entpuppte sich die  lang geplante Facebook-Aktion der Münchener "The New FCB Star" , bei der die Bayern-Fans in das Gewand eines Spielers schlüpfen können, als billiger PR-Gag. Die Kritik bei Facebook, Twitter und in den Kommentaren unter den Artikeln bei verschiedenen Portalen schlug noch bis Freitag hohe Wellen - nicht selten wurde von "einem Tiefpunkt der Außendarstellung" gesprochen. Bayerns Trainer Jupp Heynckes fand den Vorgang "'nicht so glücklich" und ruderte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg zurück. Der Rekordmeister sah sich sogar gezwungen, eine Entschuldigung zu verbreiten.

Twitter und Facebook-Verbot für die Bayern-Spieler

Doch ein Einlenken im Bereich "Social Media" sieht anders aus. Wie die TZ aus München erfahren haben will, hat Bayern München seinen Spielern vor der eigenen PR-Panne die Social-Media-Aktivitäten verboten. Laut Informationen der TZ haben die Bayern-Bosse nach den letzten Twitter-Eskapaden von Breno und Anatoli Timoschtschuk "ein grundsätzliches Verbot für die Spieler erlassen, private Fotos bei den sozialen Netzwerken Twitter oder Facebook zu veröffentlichen."

"Die Spieler wissen, dass sie das einschränken müssen", sagte Heynckes am Donnerstag im Bild-Interview. "Es geht auch nicht, dass man vor einem Spiel Fotos macht oder machen lässt – wie Timoschtschuk – und ins Netz stellt. Das sind Kinkerlitzchen, das ist unprofessionell."

Was in der Kabine geschieht, bleibt in der Kabine

Breno bei der Massage. Dieses Bild veröffentlichte Breno bei Twitter.

Fortan dürfen private Fotos, sowie Bilder vom Vereinsgelände, zum Beispiel Umkleide, Fitnessraum oder Essensraum nicht mehr den Weg ins Internet finden, schreibt die TZ. Dies würde den Grundsatz verletzten: Was in der Kabine geschieht, bleibt in der Kabine. Außerdem dürfen die Bayern-Spieler offenbar am Spieltag ab 90 Minuten vor dem Anpfiff nichts mehr posten oder twittern. Während letzteres vielleicht noch Sinn macht, damit sich die Profis auf ihren Job konzentrieren können, sind die anderen Entscheidungen kaum zu verstehen. Der Fan, der seinen Idolen so nah wie möglich sein möchte, ist der Leidtragende.

Der FC Schalke 04 hat seinen Spielern nicht mit Sanktionen gedroht, sondern das Gespräch mit den Angestellten gesucht. "Wir haben unseren Spielern vermittelt, dass sie auch bei Facebook und Twitter Personen des öffentlichen Lebens sind", erklärte Pressesprecher Thomas Spiegel. "Und dass deshalb jede Äußerung von anderen Medien aufgegriffen werden kann." Facebook und Twitter halten weiter Einzug in die Bundesliga - und den einen oder anderen Verein stellt das immer noch vor große Probleme.

David Nienhaus

Facebook
 
Kommentare
27.01.2012
21:14
Blockierter Kommentar.
von clarissimus | #7

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

27.01.2012
20:45
Bayern plant offenbar Facebook- und Twitter-Verbot
von FranzS04 | #6

Und ich dachte nur ie in Lügenscheid währen dumm. Naja so kann man sich täuschen. Dumm Dümmer FCB&BxB

27.01.2012
19:23
Bayern plant offenbar Facebook- und Twitter-Verbot
von silera | #5

Im Bayernland gehen die Uhren eben anders.Wundern muß man sich schon das die überhaupt Twitter oder Facebook kennen

27.01.2012
18:55
Bayern plant offenbar Facebook- und Twitter-Verbot
von karnevalsprinz | #4

Ich bin für das Verbot, bevor die Bazis uns das ganze Internet kaputtmachen!

27.01.2012
18:20
Bayern plant offenbar Facebook- und Twitter-Verbot
von a_ha | #3

Und das ist auch gut so. Für einige scheint facebook die neue Heilslehre zu sein - ignorierend, dass dahinter ein Mann steckt, der mit den preisgegebenen Informationen Geld scheffelt. Wenn facebook erst einmal an die Börse geht, wird es noch heftiger werden - Aktionäre wollen schließlich Dividenden sehen.
Früher wurde vor BigBrotherIsWatchingYou gewarnt, heute wird mit facebook geworben. Auch oder gerade von den Medien.

27.01.2012
17:09
Bayern plant offenbar Facebook- und Twitter-Verbot
von clarissimus | #2

Wenn der Manager schon so dumm ist.

1 Antwort
Bayern plant offenbar Facebook- und Twitter-Verbot
von scheffe123 | #2-1

...dann bemüht sich der äääääh "Spochtdirektor" (muuuuhahahaha...) diesem natürlich nachzueifern.

27.01.2012
16:21
Bayern plant offenbar Facebook- und Twitter-Verbot
von kluesen | #1

..ist doch bestimmt wieder nur ein pr-gag.....

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