ARD steigt wieder in Tour-Berichterstattung ein

Die Tour de France feiert ihr Comeback im deutschen Fernsehen.
Die Tour de France feiert ihr Comeback im deutschen Fernsehen.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Die ARD steigt wieder in die Live-Berichterstattung von der Tour de France ein. Wie der Senderverbund am Mittwoch mitteilte, wird das Erste vom 4. bis 26. Juli täglich von dem Radsport-Klassiker übertragen.

Hamburg.. Die ARD steigt wieder in die Live-Berichterstattung von der Tour de France ein. Wie der Senderverbund am Mittwoch mitteilte, wird das Erste vom 4. bis 26. Juli täglich von dem Radsport-Klassiker übertragen. Schon auf ihrer Sitzung im vergangenen November in Hannover hatten die ARD-Intendanten den grundsätzlichen Beschluss zu einer Rückkehr gefasst. Die ARD und das ZDF hatten sich 2012 nach den zahlreichen Doping-Skandalen aus der Tour-Berichterstattung zurückgezogen.

Offen für einen dopingfreien Sport

Laut ARD einigte sich die eigene Agentur SportA nun mit dem Rechtegeber der Tour de France, der ASO (Amaury Sport Organisation) auf einen Vertrag über die Übertragungsrechte. Angaben zur Laufzeit und zu den Finanzmodalitäten wurden in der Mitteilung nicht gemacht.

"Die jüngsten deutschen Erfolge, gerade bei der Tour de France, und die neue Generation deutscher Radsportler, die sich immer wieder offen für einen dopingfreien Sport einsetzt, haben zu einer größeren Attraktivität dieses Sportereignisses geführt", sagte Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen.

Er kündigte an, dass ein zentraler Punkt in der Berichterstattung sportpolitische Hintergründe und der Anti-Doping-Kampf der Verantwortlichen sowie der Aktiven blieben. Federführend für die Übertragungen ist der Saarländische Rundfunk.

Tour de France vor Comeback in Deutschland

Die Tour de France wird in naher Zukunft wohl auch wieder durch Deutschland rollen. Mehrere Städte haben sich bei der Tour-Organisation ASO um die Austragung von Etappen als Start- oder Zielort beworben. "Zwischen 2006 und 2014 hatten wir nur eine Anfrage aus Deutschland, nun sind es seit Ende Oktober schon vier", sagte Tourchef Christian Prudhomme am Rande der Präsentation des deutschen Teams Giant-Alpecin am Mittwoch in Berlin. Demnach haben sich Münster und Städte aus dem Saarland wie etwa St. Wendel beworben.

Letztmals waren im Jahr 2005 deutsche Städte Etappenorte der Tour. So endete damals die siebte Etappe in Karlsruhe, in Pforzheim begann das achte Teilstück. Prudhomme war hocherfreut von der neuen Radsport-Begeisterung in Deutschland: "Das Puzzle setzt sich allmählich zusammen. Deutschland hat große Champions wie Marcel Kittel. Nun ein deutsches Team und der TV-Einstieg der ARD: Das ist sehr wichtig für den Radsport." (dpa)