ARD denkt über geringere Sport-Berichterstattung nach

Erst kürzlich sind ARD und ZDF nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit mit dem IOC bei der TV-Rechtevergabe leer ausgegangen.
Erst kürzlich sind ARD und ZDF nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit mit dem IOC bei der TV-Rechtevergabe leer ausgegangen.
Foto: dpa
Die ARD erwägt, den Umfang der eigenen Sport-Übertragungen in Zukunft zu reduzieren. Insbesondere nationale Sportevents sollen auf den Prüfstand.

München.. Die ARD erwägt nach dem überraschenden TV-Deal des IOC mit dem US-Unternehmen Discovery den Umfang der eigenen Sport-Übertragungen herunterzufahren. Das sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky am Dienstag im Interview der Deutschen Presse-Agentur: "Die Berichterstattungsstrategie von ARD und ZDF basierte bislang darauf, Olympiasender zu sein und den olympischen Kernsportarten auch in der Zeit zwischen den Spielen ein massenattraktives Programmumfeld anzubieten. Ob dies auch in Zukunft sinnvoll erscheint, werden wir in den kommenden Monaten prüfen müssen."

Balkausky erklärte außerdem: "Insbesondere die aufwändigen Fernseh-Produktionen nationaler Sportevents sind in Zeiten immer knapper werdender Etats sicherlich zu überdenken." ARD und ZDF waren am Vortag nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit mit dem IOC bei der TV-Rechtevergabe leer ausgegangen. Den Zuschlag für die europaweiten Rechte hatte der US-Medienkonzern Discovery erhalten. (dpa)