Sponsoren treiben Preisgelder für Reiter in die Höhe

Aachen..  Die Springreiter reiben sich die Hände. Ein ungewöhnlicher Sponsoren-Streit sorgt derzeit für ein erstaunliches Wachstum bei den Preisgeldern. Mittendrin in diesem „Krieg der Uhren“, wie es ein Fachmagazin nannte, steckt das an diesem Wochenende stattfindende Reitturnier in Aachen.

„Für den Sport ist das gut“, sagte der Aachener Turnierchef Frank Kemperman zu dem Wettkampf der Firmen Rolex und Longines: „Es sind zwei tolle Sponsoren, die Reiter freuen sich.“ Angefangen hatte die Ausein­andersetzung damit, dass Longines rund 100 Millionen Schweizer Franken für zehn Jahre zahlte, um den Konkurrenten Rolex als Generalsponsor des Weltverbandes FEI auszustechen. Rolex gab aber nicht klein bei. Der langjährige Pferdesport-Sponsor griff tief in die Tasche. Wegen des Kampfes der Uhren-Giganten wurde vor zwei Jahren das Preisgeld des Großen Preises in Aachen auf eine Million Euro erhöht – fast eine Verdreifachung.

Eine weitere Reaktion war die Gründung einer Grand-Slam-Serie mit Aachen sowie weiteren Stationen in Genf und Spruce Meadows/Calgary. Wer alle drei Großen Preise gewinnt, erhält einen Bonus von einer Million Euro. Zwei aufeinanderfolgende Siege werden immerhin noch mit 500 000 Euro belohnt: So viel kann am Sonntag in Aachen der Brite Scott Brash kassieren, der zuletzt in Genf gewann.