Spannender ist es mit Dortmund

Am Freitag hat Pep Guardiola seinen Glauben daran offenbart, dass die Bayern auf dem Weg zum Titelgipfel noch eine Höllentour vor sich hätten: „Wir werden bis zum Ende mit Wolfsburg kämpfen.“ Just an diesem Freitag sah Chelsea-Trainer Jose Mourinho die Mannen des Konkurrenten aus gemeinsam in Spanien verbrachter Zeit allerdings auf einem ganz anderen Weg, auf einem, der durch Blumenwiesen führte: „In Deutschland ist es ein Spaziergang für die Bayern.“

Bei letzterem handelte es sich natürlich um eine bewusste Provokation. In Fußballdeutschland jemanden zu finden, der anders denkt als Mourinho, dürfte dennoch schwer sein. Und das liegt an Borussia Dortmund, daran, dass der Klub, von dem vor Saisonanpfiff erwartet wurde, er könne dem FCB die Schale streitig machen, auf spektakuläre Weise zusammengebrochen ist.

Dass Schwarzgelb nun inklusive des Freitagabend-Erfolges von Stuttgart die vergangenen drei Partien gewonnen hat, sorgt zwar zunächst einmal für Freude bei Fans und Vereinsverantwortlichen. Am Ende der Spielzeit wird der Blick zurück aber ernüchternd sein. Spektakulär zusammenbrechen und sich dann wieder aufrappeln entspricht eben nicht den Ansprüchen des BVB. Es sorgt nur für mehr Spannung als der Spaziergang um die Meisterschaft.