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Somalia: Olympia- und Fußball-Chefs getötet

04.04.2012 | 18:23 Uhr

Somalias höchste Sportführer sind am Mittwoch offenbar bei einem Bombenanschlag in der Hauptstadt Mogadischu getötet worden.

Köln (SID) - Somalias höchste Sportführer sind am Mittwoch offenbar bei einem Bombenanschlag in der Hauptstadt Mogadischu getötet worden. Mit Präsident Aden Yabarow Wiish vom Nationalen 

Somalias höchste Sportführer sind am Mittwoch bei einem Selbstmordattentat in der Hauptstadt Mogadischu getötet worden. Mit Präsident Aden Yabarow Wiish vom Nationalen Olympischen Komitee des ostafrikanischen Staates und seinem Kollegen Said Mohammed Nur vom nationalen Fußball-Verband starben laut BBC acht weitere Menschen. Ziel der Selbstmordattentäterin waren anscheinend Ministerpräsident Abdiweli Mohammed Ali, der zum Zeitpunkt der Detonation eine Rede hielt, sowie sieben anwesende Minister seines Kabinetts. Alle blieben augenscheinlich unverletzt.

Die Explosion ereignete sich während einer Feier zum einjährigen Bestehen des landesweiten Satelliten-Fernsehens im Nationaltheater. Laut BBC hat inzwischen die mit der Terror-Organisation Al Kaida in Verbindung stehende militante Gruppe Al Shabab die Verantwortung übernommen. Zu den Toten in dem seit Jahren vom Bürgerkrieg erschütterten Land sollen sollen drei somalische TV-Journalisten zählen.

Internationale Sportfunktionäre und Politiker verurteilten den Anschlag. Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), sprach von einem "barbarischen Akt" gegen zwei Sportführer, die versucht hätten, das Leben der Menschen in Somalia durch Sport zu verbessern. "Unsere Gedanken sind bei Somalias Sport und den Familien der beiden Getöteten", meinte Rogge. Präsident Joseph Blatter vom Fußball-Weltverband FIFA zeigte sich via Twitter "schockiert". "Unsere Gedanken sind bei den Familien und Angehörigen der Opfer dieser barbarischen Attacke", meinte Blatter.

Der britische Premierminister David Cameron veruteilte aufs Schärfste "die Aktion dieser Terroristen, die ihre komplette Missachtung für die Leben der Menschen in Somalia und deren Streben, das normale tägliche Leben nach Mogadischu zurückzubringen, gezeigt haben."

sid

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