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Skisprung-Boom dank Freund und Co.

29.12.2012 | 08:37 Uhr

Der Höhenflug der deutschen Skispringer beschert den Vereinen einen regen Zulauf wie seit Jahren nicht mehr.

Oberstdorf (SID) - Der Höhenflug der deutschen Skispringer beschert den Vereinen einen regen Zulauf wie seit Jahren nicht mehr. "Ich will nicht sagen, dass die Vereine überrannt werden, aber die Nachfrage beim Nachwuchs ist so groß wie in den letzten sechs oder acht Jahren nicht", sagte Horst Hüttel, Sportlicher Leiter der Skispringer beim DSV, am Rande der Vierschanzentournee: "Wenn der Sport erfolgreich ist, dann wollen die Kinder dem nacheifern, das ist einfach so."

Von dieser Entwicklung werde die Sportart profitieren, betonte Hüttel. Das beste Beispiel, wie gut die Nachwuchsarbeit in den letzten Jahren funktioniere, sei die Entwicklung der Youngster Andreas Wellinger (17/Ruhpolding) und Karl Geiger (19/Oberstdorf). Beide sind in den letzten Wochen in die Weltspitze vorgestoßen. "An ihnen sieht man, dass es funktioniert. Man kann mit unseren Schanzen und unseren Trainern junge Kinder über Jahre so aufbauen, dass sie Weltklasse-Leistungen abliefern können. Das ist konzeptionell sehr wichtig", sagte Hüttel.

Laut dem 44 Jahre alten Sportlichen Leiter gibt es in Deutschland aktuell zwar knapp 1000 Skispringer, aber auch große Probleme. "Unser großes Manko ist die Infrastruktur, wir haben zwar vier Großschanzen, aber wir haben zu wenige gute Nachwuchsanlagen", sagte Hüttel: "Dort werden die Erfolge gemacht und da müssen wir sehen, dass wir in den nächsten Jahren investieren."

Demnach sollen kleinere Schanzen erneuert und mit Liftanlagen ausgestattet werden. Die Kosten dafür würden sich pro Anlage auf etwa 40.000 Euro belaufen: "Wenn wir ein bis zwei Schanzen pro Jahr schaffen, wäre das ein guter Anfang."

sid

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