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Skandal beim Badminton-Turnier in London

01.08.2012 | 09:30 Uhr
Skandal beim Badminton-Turnier in London
Der Schiedsrichter ermahnt die Teams aus Südkorea und China, die partout nicht gewinnen wollten.

London.  Chinesinnen und Südkoreanerinnen taten in ihrer Begegnung alles, um zu verlieren - und sich so eine bessere Ausgangsposition in der K.o.-Runde zu sichern. Das Publikum reagierte empört. Debatte um Disqualifikation.

Skandal beim olympischen Badmintonturnier in London: Im Damendoppel zwischen den topgesetzten Chinesinnen Wang Xiaoli/Yu Yang und den Südkoreanerinnen Jung Kyung Eun/Kim Ha Na versuchten beide Paare, das Spiel zu verlieren, um eine bessere Ausgangsposition in der K.o.-Runde zu haben.

Neun Aufschläge spielten die favorisierten Chinesinnen alleine im ersten Satz ins Netz oder ins Aus und verloren schließlich 11:21, 14:21. Der längste Ballwechsel im ersten Durchgang hatte ganze vier Schläge. Nachdem der Schiedsrichter beide Doppel ermahnt hatte, fingen immerhin die Südkoreanerinnen an, ernsthaft um den Sieg zu spielen. Die Zuschauer in der Wembley Arena buhten die Spielerinnen für die unwürdige Vorstellung minutenlang aus.

Deutscher Badminton-Verband fordert Disqualifikation

Weltmeisterin Yu gab die absichtliche Niederlage im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters indirekt sogar zu: 'Unsere Gegner waren wirklich stark. Es war das erste Mal, dass wir gegen sie gespielt haben, und am Mittwoch beginnt die K.o-Runde. Wir waren bereits qualifiziert und wollten mehr Energie für das Viertelfinale haben.'

Martin Kranitz, Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), ärgerte sich maßlos über das Verhalten der asiatischen Spielerinnen. 'Ich würde alle disqualifizieren, die so etwas machen', sagte Kranitz. Beide Doppel wussten, dass der Sieger in der oberen Hälfte mit dem chinesischen Doppel Tian Qing/Zhao Yunlei spielen wird.

Bei den XXX. Olympischen Spielen in London werden im Badminton erstmals Gruppenspiele ausgetragen. Die Sportart ist seit 1992 im olympischen Programm. Am späten Dienstagabend tagte noch eine Kommission des Weltverbandes BWF, um die Vorfälle zu untersuchen. (sid)

Kommentare
01.08.2012
14:16
Skandal beim Badminton-Turnier in London
von Malakostraka | #9

Ich dachte es mir ja, deshalb werde ich versuchen, meine Meinung so abzumildern, dass sie hier stehen bleiben kann.
Das heißt, ich poste immer wieder neu, bis der Kommentar bleibt. Für außenstehende, seltene WAZ-Leser: Dieses Verfahren wird hier regelmäßig angewendet und als NRW-Iteration bezeichnet.

Meiner Meinung nach gehören Ehrlichkeit und Fairness scheinbar zu den europäischen Tugenden. Es gibt Regionen der Welt, das pfeift man auf Sportsgeist, weil man gewinnen muss.
Muss? Natürlich muss man als Asiat gewinnen. Grade starke politische Systeme, wie sie z.B. in Asien vorhanden sind, verfügen über wirksame Werkzeuge, um bei ihren Athleten für starke Motivation zu sorgen.
In asiatischen Ländern müssen "Verlierer" als Folge ihres "Misserfolges" oft leiden und werden sozial benachteiligt.
Es ist eine Frage des Druckes, den man ausüben muss, bis sich Menschen zu Handlungen treiben lassen, die sie freiwillig nicht ausführen würden. Vermutlich kann man den Sportlern nichts vorwerfen.

1 Antwort
Nachvollziehbar
von Erbeck1 | #9-1

Ihre Zeilen sind durchaus nachvollziehbar und warum sollten diese Worte blockiert werden - das ist doch alles bekannt ! Nodrkorea lässt grüßen !

01.08.2012
14:06
Skandal beim Badminton-Turnier in London
von DrNoetigenfalls | #8

Dabei sein ist alles!
Beide Teams haben sich doch nur sehr stark das olympische Motto zu Herzen genommen.
Wo ist der Skandal?

01.08.2012
13:13
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #7

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

01.08.2012
11:37
Skandal beim Badminton-Turnier in London
von Ex-Ruhrgebietler | #6

Aha, endlich noch mal ein Skandal der bei der WAZ thematisiert wird. Der letzte ist ja schon fast 20 Stunden her. Da geht doch bestimmt noch was. Ein Stunden-Rhythmus sollte bei einem Qualitätsblatt wie der WAZ schon der Anspruch sein. Also, haltet Euch mal ran, Futter gibts doch bestimmt genug: Bildstörungen im Fernsehen, ne verbrannte Wurst am Imbiss-Stand, Beach-Volleyballerinnen mit nicht ganz so knackigen Ärschen wie gewohnt, irgendwas findet sich schon. Und sonst abonniert halt noch 79898989 Twitter-Feets, irgendeiner von denen gibt Euch schon nen Tipp

01.08.2012
11:14
Skandal beim Badminton-Turnier in London
von amki | #5

Warum Skandal, es ist ein Fehler im Modus!

01.08.2012
10:52
Skandal beim Badminton-Turnier in London
von mit_offenen_Augen | #4

der Fußball,
WM-Vorrundenspiel
BRD-Österreich (unentschieden beide kamen weiter)
lässt grüßen!

2 Antworten
Sie meinten 1982 ???
von HSVUK | #4-1

Dann war es aber kein Unentschieden, sondern ein 1:0 der BRD.
Was bleibt, ist der SKANDAL und beide waren weiter.

Skandal beim Badminton-Turnier in London
von linther | #4-2

Gegner der Österreicher war Deutschland, nicht die BRD.

01.08.2012
10:36
Skandal beim Badminton-Turnier in London
von Black123 | #3

steht iwo im regelwerk dass nicht absichtlich verloren werden darf?!
wenn nicht ist rein regeltechnisch alles ok. ethisch ist es ein anderes ding, hier aber völlig irrelevant.

1 Antwort
Skandal beim Badminton-Turnier in London
von Schnitzelchen | #3-1

"Unsportliches Verhalten" ist sehr wohl gegen das Regelwerk.

01.08.2012
10:30
Skandal beim Badminton-Turnier in London
von GrafVonDingelstein | #2

Schon wieder ein Skandal?

01.08.2012
10:04
Skandal beim Badminton-Turnier in London
von niedrigniveauindikator | #1

niemand wird disqualifiziert eher geht die welt unter....da wandern ein paar scheine über den tisch und zack, alles halb so wild

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Skandal beim Badminton-Turnier in London
Skandal beim Badminton-Turnier in London
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http://www.derwesten.de/sport/skandal-beim-badminton-turnier-in-london-id6937668.html
2012-08-01 09:30
Skandal,Badminton,Südkorea,China,K.o-Runde,Olympia,London
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