Seitenwechsel

Von Francesco Totti war an dieser Stelle schon mehrfach die Rede. Wie beliebt der Fußballer in Italien ist, zeigte sich nun noch einmal bei der Wahl zum neuen Staatspräsidenten. Obwohl gar nicht nominiert, erhielt Totti von den Delegierten im ersten Wahlgang fünf Stimmen.

Da Italiens Präsident bei Amtsantritt mindestens 50 Jahre alt sein muss, waren die Stimmen leider ungültig. Möglicherweise führen sie aber dazu, dass Totti eines Tages wirklich in die Politik geht. Prominente Vorbilder gibt es ja zu genüge. George Weah zum Beispiel, der einst versuchte, Präsident von Liberia zu werden und erst in der Stichwahl knapp gegen Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf unterlag. Oder Romário, dessen Bemühungen erfolgreicher verliefen. 2009 trat er in die sozialistische Partei Brasiliens ein, seit 2010 ist er Kongressabgeordneter, 2016 will er Bürgermeister von Rio werden.

Es gibt allerdings auch abschreckende Beispiele. Wie das von Jordan Letschkow. Ja genau, DER Jordan Letschkow - die Glatze des Schreckens! 2003 wurde der für die konservativen Partei GERB Bürgermeister von Sliwen, 2010 allerdings wegen Untreue des Amtes enthoben und später zu zwei Jahren Haft verurteilt. Vielleicht sollte Totti also doch lieber noch ein paar Jahre auf dem Fußballplatz bleiben. Unbeliebter würde ihn das bestimmt nicht machen.

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