Schumacher - der Rekord-Mann
19.08.2009 | 11:28 Uhr 2009-08-19T11:28:00+0200
Platz zwei: Michael Schumacher (Kerpen), Weltmeister 1994 und 1995 mit Benetton, 2000 bis 2004 mit Ferrari, 91 Grand-Prix-Siege.
Was für eine Rekordliste! Sieben Weltmeister-Titel, 91 Grand-Prix-Siege, dazu 68 mal die Pole Position, die meisten Führungskilometer, die meisten Podiumsplätze, die meisten WM-Punkte: Michael Schumacher ist ohne Zweifel der erfolgreichste Fahrer, der jemals in der Formel 1 an den Start gegangen ist.
Dunkle Flecken
Aber ist er deswegen auch zugleich der „Größte”? Nicht unbedingt. Denn auf dieser glänzenden Karriere gibt es den einen oder anderen dunklen Flecken. Zum Beispiel die Affäre um die verbotene „Launch Control” (verbotene Starthilfe) von 1994, die von Computer-Experten im Auftrag des Automobil-Weltverbandes FIA an Bord seines Benetton-Ford entdeckt wurde. Bis heute kursieren Vermutungen, wonach Ayrton Senna damals durch verbotene Techniken im Schumacher-Benetton dazu gebracht wurde, übergroße Risiken einzugehen.
„Schummel-Schumi” – der Begriff nimmt der zweifellos unvergleichlichen Karriere des Rekord-Champions etwas von ihrem Glanz. Doch auch trotz des unfairen Rammstoßes gegen Jacques Villeneuve beim Saisonfinale 1997 im spanischen Jerez, trotz seines „Falschpark-Manövers” in Monaco: Michael Schumacher bleibt eines der größten deutschen Sport-Idole. Er ist der Mann, der es aus kleinen Verhältnissen im Eifeldorf Kerpen ganz nach oben geschafft hat. Mit Talent, mit dem ihm eigenen Perfektionismus, mit Härte gegen sich selbst und andere. Auf einen wie ihn hatte die „Automobil-Nation” Deutschland gewartet, und als erster deutscher Weltmeister löste er einen gigantischen Formel-1-Boom aus.
Der Respekt der Sportfreunde aus aller Welt ist ihm dafür sicher. Aber: Michael Schumacher wird nicht so sehr geliebt, wie Ayrton Senna geliebt wurde.

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