Schüsse auf Mannschaftbus - Angriffe auf Profifußballer

Der Mannschaftsbus von Fenerbahce Istanbul wurde beschossen (Foto), und auch in Dortmund und Marseille beschädigten kriminelle Fußballfans die Busse des Gegners.
Der Mannschaftsbus von Fenerbahce Istanbul wurde beschossen (Foto), und auch in Dortmund und Marseille beschädigten kriminelle Fußballfans die Busse des Gegners.
Was wir bereits wissen
Angriffe auf Mannschaftsbusse in Dortmund, Marseille und Istanbul haben für erschreckende Szenen gesorgt. Der Bus von Fenerbahce wurde beschossen.

Istanbul.. Der ehemalige Bundesliga-Profi Michal Kadlec hat die Schüsse auf den Mannschaftsbus des türkischen Fußball-Erstligisten Fenerbahce Istanbul als "eine geplante Operation" bezeichnet. "Da wusste jemand, dass wir über eine Brücke fahren müssen", sagte der Ex-Spieler von Bayer 04 Leverkusen der "Bild"-Zeitung. "Dann wurde auf uns geschossen. Ein Wunder, dass die Sache so ausgegangen ist."

Bei dem Angriff nach dem 5:1-Auswärtssieg am Samstag gegen Caykur Rizespor hatten Unbekannte den Bus auf dem Weg zum Flughafen in der nordtürkischen Schwarzmeerstadt Trabzon beschossen. Der Busfahrer wurde Medienberichten zufolge am Kopf verletzt.

Angriff "Ich habe gehört, dass es ihm bessergehen soll und er sprechen würde", sagte Kadlec, der 2013 von Leverkusen zu Fenerbahce gewechselt war. Laut "Bild" saß der 30-Jährige in der sechsten Reihe, als der Bus beschossen wurde. "Für die Leute vorne war es der blanke Horror", meinte Kadlec.

Der Verein hatte zuvor schon von einem "organisierten und geplanten bewaffneten Angriff" gesprochen. Nachdem die erste Liga am Sonntag fortgesetzt worden war, sagte die türkische Fußball-Liga den kommenden Spieltag ab. "Wir werden nicht Fußball spielen, bis die Täter gefunden sind", hatte Fenerbahces Vize-Präsident Deniz Tolga Aytore betont.

Angriffe auf Mannschaftsbusse in Dortmund, Marseille und Istanbul

Gleich drei Angriffe auf Mannschaftsbusse haben am Osterwochenende für erschreckende Szenen im Profifußball gesorgt. In Dortmund wurde eine Scheibe des BVB-Busses eingeworfen, in Marseille der Bus des französischen Meisters Paris Saint Germain angegriffen. In der Türkei wurde der Bus des Erstligisten Fenerbahce Istanbul beschossen.

Türkei

Nach dem 5:1-Auswärtssieg gegen Caykur Rizespor beschossen Unbekannte den Bus von Fenerbahce Istanbul auf dem Weg zum Flughafen in der nordtürkischen Schwarzmeerstadt Trabzon. "Der Fußball ist an seinem Ende angelangt und es ist Blut geflossen", verurteilte der Verein die Tat vom Samstagabend. Der Busfahrer wurde Medienberichten zufolge am Kopf verletzt, Spieler kamen nicht zu Schaden.

Auf Fotos sind mehrere Löcher in der Frontscheibe des Busses zu sehen. Hintergründe der Tat waren zunächst nicht bekannt. Der Verein sprach von einem "organisierten und geplanten bewaffneten Angriff" und forderte eine Unterbrechung der Meisterschaft. Die Erstliga-Spiele wurden am Sonntag allerdings fortgesetzt. Der Sportkanal des Staatssenders TRT sprach von einem "Schock-Angriff".

Deutschland

Vor dem Anpfiff des Top-Spiels zwischen Borussia Dortmund und Bayern München (0:1) am Samstag wurde der nicht besetzte Mannschaftsbus des BVB auf der Bundesstraße 1 von einem Gäste-Fan attackiert. Der Anhänger der Münchner habe eine Glasflasche geworfen, dabei sei eine Seitenscheibe zu Bruch gegangen, teilte die Polizei Dortmund mit. Verletzt wurde niemand. Der Vorfall habe sich zwischen 14.00 und 14.30 Uhr auf dem Weg zum Teamhotel des Fußball-Bundesligisten ereignet.

Frankreich

Bei der Ankunft am Stade Vélodrome in Marseille wurde der Mannschaftsbus des französischen Meisters Paris Saint-Germain mit Gegenständen beworfen. Eine Scheibe wurde durch einen Golfball leicht beschädigt. Die Mannschaft mit dem schwedischen Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic blieb aber unverletzt. Die Partie zwischen Olympique Marseille und PSG endete 3:2 für den Titelverteidiger.