Schalkes Punktgewinn mit den bekannten Problemen

Leroy Sane (l) bejubelt mit Marvin Friedrich und Sead Kolasinac seinen Treffer in Wolfsburg.
Leroy Sane (l) bejubelt mit Marvin Friedrich und Sead Kolasinac seinen Treffer in Wolfsburg.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Schalke darf sich über das 1:1 in Wolfsburg freuen. Und doch offenbarte das Spiel wieder die altbekannten Probleme. Ein Kommentar:

Darf man sich über einen Punktgewinn beim VfL Wolfsburg freuen, wenn man nun doch schon seit fünf Spielen auf einen Sieg wartet und zudem auch noch 1:0 geführt hat? Doch, man darf. Schließlich hat sich der VfL Wolfsburg in dieser Saison im Gegensatz zum FC Schalke 04 zu einem Spitzenteam entwickelt, obendrein sind die Niedersachsen zu Hause noch stärker als der unangefochtene Tabellenführer FC Bayern.

Und doch legte auch diese Partie am Sonntag bekannte Schalker Probleme offen. Das Spiel nach vorne wirkt zu oft zu schwerfällig, und richtig gute Chancen spielen sich die Königsblauen auch nicht heraus, weil ihnen in entscheidenden Momenten die Präzision fehlt. Für einen wie Klaas-Jan Huntelaar ist dies zum Verzweifeln. Es liegt natürlich auch an ihm selbst, dass er seit November in der Bundesliga auf einen Treffer wartet, aber er wird auch definitiv zu wenig gefüttert.

Das größte aller Schalker Probleme ist zweifellos die andauernd lange Verletztenliste. Am Sonntag fehlten zwölf Spieler - welche Mannschaft kann das verkraften? Schon allein die dreimonatige Verletzungspause des am Sonntag wieder großartigen Torhüters Ralf Fährmann hat zu viele Punkte gekostet. Dass aber in der Not wiederholt Talente wie Leroy Sané Glanzlichter setzen, macht zumindest für die Zukunft Hoffnung.