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Schalker Logik im Fall Podolski

08.12.2011 | 20:17 Uhr
Schalker Logik im Fall Podolski

Essen.  Lukas Podolski zum FC Schalke 04 - ein Gelsenkirchener Gedankenspiel, das durchaus Sinn macht. Mit dem Prinzen aus dem Rheinland könnten die Schalker-Verantwortlichen den Abschiedsschmerz der Anhänger über einen möglichen Abgang Raúls mindern.

Die Nachricht hat für mächtig Wirbel gesorgt. Der FC Schalke hat Interesse an einer Verpflichtung von Lukas Podolski . Ist das jetzt eine Sensation? Bei Lichte betrachtet, ist das Interesse  geradezu logisch. Lukas Podolski, der in Köln bis 2013 unter Vertrag steht , möchte nicht dauerhaft im Souterrain der Liga spielen. Eine Verlängerung in der Domstadt ist eher unwahrscheinlich; in diesem Fall, so hat es der FC angekündigt, soll Podolski 2012 verkauft werden.

Auf der anderen Seite muss sich der FC Schalke 04 für eine Zeit ohne Jefferson Farfan und Raúl wappnen. Im Fall des Peruaners würde kein Kluboffizieller auch nur einen Euro darauf verwetten, dass Farfan und seine Entourage nicht (wie zuletzt Samuel Eto’o) dem von Petrodollar geschwängerten Werben eines Milliardärs aus der sportlichen Pampa erliegt.

Publikumsliebling Raúl

Und im Fall des Publikumslieblings Raúl darf es – sportliche Legende hin oder her – nicht verboten sein, darüber nachzudenken, den  Vertrag nicht zu verlängern. Raúl ist 34, ab dem Sommer müssten die Schalker sein üppiges Salär von rund sieben Millionen Euro, das derzeit von Real Madrid mitfinanziert wird, alleine stemmen. Und einen Transfererlös würde selbst ein Raúl im Alter von dann 35 oder 36 Jahren kaum erzielen.

So gesehen gehört das Interesse an einem deutschen Nationalspieler mit knapp 100 Länderspielen und einem soliden, zweistelligen Marktwert zum normalen Geschäftsgebaren, zur vorausschauenden Planung. Und ein klein wenig nährt es auch den Eindruck, dass es auf Schalke auch eine Zukunft ohne Raúl geben könnte.

Es muss nicht falsch sein, den Abschiedsschmerz der Fans mit einem Zückerchen namens Podolski zu versüßen. Das Problem daran ist nur: Lukas Podolski will in die Champions League. Und dafür braucht Schalke jetzt erst einmal einen treffsicheren Stürmer namens Raúl.

Dirk Graalmann

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Kommentare
10.12.2011
12:08
Schalker Logik im Fall Podolski
von wilmots_70 | #4

Gebe einerseits calibraturbo und petrocelli Recht. Podolski hat den Intellekt eines Toastbrotes und wird, selbst wenn er einschlägt, nie die Chance haben an die Sympathiekraft eines Rauls heranzukommen.
Doch was ist sportlich/wirtschaftlich sinnvoller? Einem 34-jährigen nochmals einen Zweijahresvertrag geben, der ihm 5-7 Mio/anno einbringt oder einem Podolski 3 Mio/anno zu geben und eine Ablöse von 12-15 Mio zu bezahlen, wobei ein 26-jähriger Podolski im Gegensatz zu Raul auch einen Wiederverkaufswert hat. Da kann man zumindest geteilter Meinung sein.
Und zum Thema Niveau: Die Interviews eines Metzelders sind alle druckreif und beeindruckend intelligent. Mir wäre aber ein Spieler mit halb so großem IQ lieber, der dafür kicken kann und nicht im Spätherbst seiner Karriere ist.
Wie auch immer... mein Schalker Herz hat damals einen Andreas Möller überlebt; mich kann nichts mehr schocken.

10.12.2011
00:34
Gegengewicht
von Petrocelli | #3

Neben der Tatsache, dass S04 einen Top-Stürmer bekäme, würde ich mich darüber freuen, dass wir einen Spieler hätten, der KG auf intellektueller Augenhöhe begegnen könnte.

09.12.2011
14:13
Graalmanns Logik im Fall Podolski
von calibraturbo | #2

"...den Abschiedsschmerz der Fans mit einem Zückerchen namens Podolski zu versüßen."

Sagen Sie mal, Herr Graalmann, wieviele Lichtjahre sind Sie eigentlich von der Schalker Fankurve entfernt?

09.12.2011
10:06
Schalker Logik im Fall Podolski
von fichtel | #1

Wenn er das in Deutschland will gibt es nur Schalke.In Bayern war er,Leverkusen würden die Fans des FC Köln nicht verstehen,Dortmund kann nicht international.

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