Schalke vor der Rückrunde - Heldt muss liefern
13.01.2013 | 18:06 Uhr 2013-01-13T18:06:00+0100
Nach seinem missglückten Einstand und der Testspiel-Klatsche gegen die Bayern steht Jens Keller beim Rückrunden-Start wie kaum ein anderer Trainer im Fokus. Bringt der ehemalige U-17-Coach den FC Schalke 04 nicht in die Spur zurück, steht auch Sportvorstand Horst Heldt unter Erklärungsdruck. Ein Kommentar.
Das Schöne am Fußball ist, dass es gar keiner Spiele bedarf, um sich darüber die Köpfe heiß zu reden. Winterpause? An den Stammtischen ist die Bundesliga ein Dauerthema geblieben. Und das, obwohl diesmal die Meisterschaftsfrage kaum Spielraum für Diskussionen lässt. Woran selbst Matthias Sammer nichts ändern kann, indem er unverdrossen mit grimmiger Miene versichert, beim FC Bayern würde vieles noch nicht stimmen.
Thon hat "ein bisschen Angst" um Schalke
Die „Probleme“ des Spitzenreiters würden andere gerne haben. Zum Beispiel der FC Schalke 04, der es schaffte, gleich beim ersten Sport1-Doppelpass des Jahres die meiste Sendezeit zu beanspruchen. Nachdem unter der Woche Urgestein Olaf Thon nach der 0:5-Testspielklatsche gegen Bayern verraten hatte, er habe „ein bisschen Angst“ um seinen Klub, legten andere nach.
Nun ließe sich mit einem Schuss Ironie relativieren, dass es um Königsblau so schlimm nicht bestellt sein kann, wenn sich Mario Basler und Peter Neururer wieder einmal als Haudrauf-Darsteller betätigen, der einzigen Rolle, in der sie noch gefragt sind. Aber wer Schalke lebt, wie der Vereinsslogan verheißt, dem ist das Lachen vergangen. Es bedarf keiner großen Fantasie, um sich vorzustellen, welche Debatten eine Heimpleite gegen (ausgerechnet!) Mirko Slomkas Hannoveraner zum Rückrundenstart lostreten würde.
Um zu analysieren, wie sich die Lage derart zuspitzen konnte, ist ein Blick zurück hilfreich. In der vergangenen Spielzeit hat die Mannschaft über ihre Verhältnisse gespielt und mit Platz drei das Optimum herausgeholt. Nicht zuletzt dank des Sturmduos Huntelaar/Raul (zusammen 44 Tore). Nach einem vielversprechenden Start in die aktuelle Saison standen Mahner endgültig auf verlorenem Posten. Welcher Verein hört nach spektakulären Siegen in Dortmund und beim FC Arsenal schon gerne, dass er beide Gegner zum bestmöglichen Zeitpunkt erwischt hatte?
Der Mann muss liefern
Dennoch: Die Qualität des Schalker Kaders mag nicht annähernd so hoch sein, wie uns viele glauben machen wollten – als Erklärung für den Absturz auf Platz sieben taugt dies allein nicht. Irgendetwas muss im Herbst passiert sein im Verhältnis zwischen Trainer und Team. Und die sportliche Führung, die obendrein eine schlechte Außendarstellung zu verantworten hat, muss sich vorwerfen lassen, nicht rechtzeitig bzw. nicht überzeugend gegengesteuert zu haben.
Das Positivste, was Horst Heldt nach der überraschenden Beförderung des U-17-Trainers Jens Keller zum Cheftrainer zu hören bekam, war: „Er wird sich etwas dabei gedacht haben“ (Thon). Was, das werden die Fans schneller in Erfahrung bringen wollen, als dem S04-Sportvorstand lieb sein kann. Keine Frage: Der Mann muss liefern.

10:41
Als Schalke-Fan ist mir die Aufforderung an HH unverständlich. Er liefert doch schon monatelang, ein schier endoses Armutszeugnis. Zusammen mit seinem Oberaufseher Tönnies, der sich nur aus Profilierungsgründen auf das ihm völlig unbekannte Fussballfeld begeben hat, ist das öffentliche Erscheinungsbild dieses Vereins z.Z. mehr als schlecht. Man muss kein Pessimist sein, wenn am Ende dieses schleichenden Prozesses dann der hochdotierte - von CT unter Absegnung der Pappkamerade im Aufsichtsrat gesicherte Abgang - dieses völlig überschätzten Managers steht. Der VfB Stuttgart ist heute froh, diesen Selbstarsteller los zu sein.
21:05
Mein Fazit:
Auf Schalke ist alles schlecht
Raul ist weg
Schon wieder nicht Meister
Chancen stehen schlecht
Heldt muss liefern
Lage ist dramatisch
Olaf Thon ist auch son Experte
Champions League ist unerreichbar
Hoffentlich steigt Schalke nicht ab
:)
17:06
Wie würde Hausmeister Krause gesagt haben:" ZZ, ziemlich zügig oder zack zack und zeig, dass Du Dein Geld wert bist."
09:43
Horst Heldt muss sich wirklich etwas einfallen lassen. Nachdem er erst das Schutzschild Magath hatte und dann mit der Entlassung von Stevens seine Mitschuld vertuschen konnte steht er nun ohne weitere Ausrede da.
Aber selbst wenn sein Spezi Keller den Kader nicht so durcheinander bringt, und dieser dannn seine normale Leistung bringt, um am Ende einen der ersten drei Tabellenplätze zu erreichen, kann Horst Heldt am Saisonende nur einmal kurz durchatmen.
Denn Spielern viel Geld hinterherwerfen kann jeder, eine Mannschaft mit Titel zusammenstellen nicht. Nachdem Huntelaar mit viel Geld zugeworfen wurde um zu bleiben, eine Sache die bei Farfan ja auch funktioniert hat, werden die anderen Spieler bestimmt nicht sagen "Ach nee, mehr Geld ist blöd"....
17:26
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14:12
Wenn ich sehe,was für Schulden der Verein hat, wie hoch die Spieler bezahlt werden (zum Vergleich siehe http://www.bild.de/sport/fussball/1-bundesliga/die-gehaltstabelle-der-bundesliga-28081608.bild.html ) und welche Leistung sie dafür abliefern, wird mir übel!
13:24
Tja, so ganz Unrecht hat der Verfasser doch gar nicht, Heldt hat sich in Sachen Transfers schon einige Fauxpas geleistet und sein Kardinalfehler war es, sich zum Ende der Hinrunde nicht auf die Seite des Trainers zu stellen, sondern zu zusehen wie die Spieler Huub Stevens absägen.
Jetzt haben wir den Salat. Man kann nur hoffen, dass wir mit Keller in die Europa League kommen. Ich frage mich, was er den Spielern vermitteln will, ich glaube eher die Truppe wird ihm auf der Nase herum tanzen.
Ich würde mir zur neuen Saison Armin Veh als Trainer auf Schalke wünschen, ich glaube sein Vertrag bei der Eintracht läuft zum Sommer aus...
12:07
Man muss ja nicht jeden Kommentar von Reinhard Schüssler gut finden. Heute hat er allerdings auch in relativ sachlicher Form den Nagel voll auf den Kopf getroffen: Nachdem Hub Stevens weg ist, hat Horst Heldt keine Ausreden mehr. Darauf habe ich, wie viele Fans auch, bereits vor Wochen hingewiesen. Das ganze Wechseltheater, das wahrscheinlich die Ursache für den krassen Leistungsbfall zum Ende der Hinrunde war, hätte er vermeiden können. Heldt stellt zwar nicht die Mannschaft auf, aber das Holtby der Hemmschuh im Mittelfeld war, hätte ihm auffallen müssen. Und das Holtby nie Ersatz für Raúl hätte werden können. Zudem sieht der Anfang "seines" neuen Trainers wirklich nicht verheißungsvoll aus. U17 ist eben nicht Bundesliga oder CL. Auch das hätte Heldt wissen müssen. Jetzt ist viel Fingerspitzengefühl und ein gutes Händchen bei möglichen Neuverpflichtungen und im Umgang mit Jens Keller nötig.
09:21
Herr Schüssler,
wann werden Sie denn endlich mal liefern?
Objektiver Journalismus ist leider nicht Ihr Ding und so wird man wohl auch im Jahr 2013 auf fundierte Kommentare von Ihnen vergeblich warten.
Was haben Schüssler, Neururer und Basler gemeinsam? - Genau, alles "Haudrauf-Darsteller", die wohl sonst nicht mehr gefragt sind.
05:58
St. Pauli hat im Abstiegsjahr das Derby beim HSV gewonnen, vielleicht schafft 04 das auch?!