Schalke, der BVB und die Preisspirale
24.08.2010 | 17:33 Uhr 2010-08-24T17:33:00+0200
Essen.22, 44, 55, 66 – nein, das ist kein neuer Fußballsong der Sportfreunde Stiller, sondern die Preise, die Gelsenkirchen für Gästefans beim Spiel Schalke gegen Dortmund ausgerufen hat.
Und ja,es handelt sich bei den 22,00 € für einen Stehplatz um den gleichen, jämmerlichen Plexiglasverschlag wie immer und nein, auf den Sitzplätzen bekommt man diesmal nicht Freibier und Gratiswurst direkt an den Platz geliefert. Fairerweise muss man sagen, dass in diesen Preisen auch die duch den BVB erhobene Vorverkaufsgebühr enthalten ist. Dennoch, unter dem Strich bleibt eine völlig inakzeptable Preiserhöhung um schlanke 50 Prozent.
Die Entwicklung der Eintrittspreise wird immer klarer und längst ruft nicht mehr nur der HSV völlig abartige Preise für Ticketkategorien aus, in denen man früher oft nicht mal den gleichen Betrag in DM bezahlt hat. Nahezu jeder Verein sieht sich zu Beginn der Sommerpause maximal im mittleren Preissegment des Ligadurschnitts beheimatet und begründet damit „moderate“ Preiserhöhungen. Dass der absolute Geldbetrag, den der Fan von Saison zu Saison mehr zahlen muss, bei gleichbleibendem Prozentsatz der Erhöhung, aber erhöhter Basis immer weiter steigt, erwähnt man lieber gar nicht. Das alleine ist eine Entwicklung, die auf lange Sicht für den Fußball sicherlich ungesund ist und vor allem jüngere und finanzschwache Fans auf Dauer aus dem Stadion drängen wird.
22 € für einen Stehplatz
Hinzu kommen Topspielzuschläge, die leider auch bei fast jedem Verein alltäglich sind. Aber wohl nirgendwo sonst greift man so unverfroren wie in Gelsenkirchen in die Fantaschen und verkündet anscheinend ohne Scham, dass man bei „Sonderspielen“ auch gerne bis zu 50 Prozent mehr berechnet. Das betrifft übrigens nicht nur den Gästeanhang, sondern auch die heimischen Fans.
Das Derby hat für die Finanzjongleure in den Vereinsspitzen anscheinend Versuchsballoncharakter. Hier kann man ziemlich gefahrlos herauskitzeln, welche Preise Fans wirklich bereit sind zu zahlen, ohne Besuchereinbrüche hinzunehmen. Gekauft werden die Karten eh – zumindest bis eine absolute Schmerzgrenze erreicht ist.

12:06
# 31
Kommentar geklaut.....toll....kannst nichts selber???
12:04
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19:22
Hat noch niemand mal 2 Kästen Bier gekauft weil es ein Glas dazu gab??? Oder 10 Kg Persil und eine Flasche Weichspüler dabei?? Was sind hier doch für ein paar hirnlose Zeitgenossen unterwegs.....aus gegebenem Anlass wohl überwiegend von Anhängern/Sympathisanten von Vizekirchen...
16:20
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09:42
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09:42
Ich weiß überhaupt nicht, was man jetzt wieder aus dem Hut zaubert. Schalke erhebt 5,00 € Topzuschlag auf Stehplatzkarten udn 10,00 € auf Sitzplatzkarten. Dortmund...man schaue sich die Seite des BVB an, erhebt einen Topzuschlag von 20 % und dass nicht nur auf 2 oder 3 Spiele sonder auch gegen Mannschaften wie Köln und Gladbach, also warum muss man sich auf diesen Niveau herunterlassen. Ich war letztes Jahr in Dortmund im Stadion, habe eine zeitlang in dieser Stadt gewohnt und habe mich gefragt, warum selbst im Stadion Stimmung von Dortmunder Verantwortlichen gegen Schalke gemacht wurde, anstatt die Situation zu beruhigen. Aber vielleicht muss man ja von den Verleumdungen ablenken, die man ja letztes Jahr so nett nach den Spielen gestreut hat.
16:43
Warum eigentlich beschwert sich kein BVB-Fan über die viel extremere Ticketabzocke des eigenen Vereins, der den Erwerb eines Tickets für das (begehrte) Spiel gegen den FC Bayern an den Kauf (Bedingung) eines weiteren Tickets gegen (das nicht so attraktive) Lautern koppelt: Meisterpaket nennt sich das in Dortmund, aber meisterlich daran ist lediglich die Abzocke der Zuschauer. Ich bin schon jetzt mal gespannt, wie der BVB sein Ticketpaket gegen die Nr. 1 im Pott Schalke in der Rückrunde nennen wird: Nr. 1 im Pot-Paket schlage ich schon jetzt mal vor.
Dies ist ein optionales Paket, welches auf 5000 Stück limitiert ist und niemand wird gezwungen, Karten für beide Spiele zu kaufen. Es wird lediglich angeboten, also wo liegt das Problem?
18:47
Egal welcher Verein, welche Vereinsbrille ich trage, frage ich mich immer wieder Wofür soll ich einen Topzuschlag bezahlen
Ich persönlich finde es eine große Frechheit der Vereine diesen Zuschlag überhaupt zu erheben. Auch ich habe diesen Zuschlag schon bezahlt und habe nach einem Grottenkick verzweifelt nach jemanden ausschau gehalten der mir den Mehrpreis zurückerstattet. Wenn ich für ein Topspiel einen Topzuschlag sehe möchte ich auch ein Topspiel sehen... und das ist nicht immer der Fall.
Aus diesem Grunde sollten alle Fans den Topschlag nicht hinnehmen und diese Spiele boykotieren, damit die Vereinsbosse mal wachwerden...
In diesem Sinne
12:16
Ich würde mich als WAZ schämen, auf einen ZUg aufzuspringen, den man nicht einmal geprüft hat. Ist dies noch Journalismus, oder doch nur miesmache und Bildzeitungsjournalismus. Ich überlege mich, ob diese Zeitung noch das Geld wert ist, welches man dafür bezahlt. Ich erwarte doch vor Abdruck eine gründlichere Recherche Ihrerseits. Ansonsten kann ich mich ja direkt das Schmierenblatt Bild kaufen.
03:24
zu #9 schalker (?)
Vermutlich selbst erst seit 2001 die vermeintliche Liebe zum FC Schalke 04 gefunden und dann gegen die schimpfen (Arbeitslose, Jugendliche, Kinder, Familien etc.), für die es immer schwerer wird, für sich Karten zu kaufen sich (geschweige denn für evt. Kinder). Und so eine Preistreiberei wird von dir noch als gut empfunden!?! Ach ja, dann kommst du ja besser an Karten ran…
Schade, dass die Arena auch solche vermeintliche Schalke-Fans angezogen hat.
PS: Saison 2000/2001 (Meister der Herzen; noch im Parkstadion): Zuschauerschnitt von gerademal 44.000!!!