„Schalke? Dann eher Leverkusen“

Berlin..  Welches Thema es auch ist, der Kaiser hat zu allem eine Meinung. Bei einem Sponsorentermin am Rande des Pokalfinals blickte Franz Beckenbauer auch auf die Saison von Borussia Dortmund und den Abschied von Jürgen Klopp zurück. Seine Neutralität gab der 69-Jährige nur auf, als es um den BVB-Rivalen Schalke 04 ging. Franz Beckenbauer über...

... die durchwachsene Saison von Borussia Dortmund: Die Vorrunde war alles andere als anschaulich, dann waren sie sogar Tabellenletzter. Das genügt nicht dem Anspruch von Borussia Dortmund. So ein Abfall kommt auch nicht von ungefähr.

... den Abschied von Jürgen Klopp: Sieben Jahre sind eine lange Zeit. Die Mannschaft ist im Großen und Ganzen zusammengeblieben. Und wenn du sieben Jahre jeden Tag dieselbe Ansprache hörst, nutzt sich das irgendwann auch ab. Und so schien es in der Vorrunde zu sein. Das war ein Zeichen, der Beginn, dass man sich Gedanken gemacht hat, dann Abschied zu nehmen. Ich glaube, er hat es richtig gemacht.

... die Zukunft des Trainers: Er hat sich einen Namen gemacht durch seine hervorragende Arbeit bei Borussia Dortmund. Als sie die Meisterschaften gewonnen haben und im Champions-League-Finale standen, habe ich zu diesem Zeitpunkt keine Mannschaft gesehen, die so einen Fußball gespielt hat. Das überfallartige Umschaltspiel haben sie einzigartig gemacht – das fehlte ihnen zuletzt.

... die Chancen des FC Schalke 04, irgendwann noch einmal Jäger des FC Bayern München werden zu können: Schalke? Dann eher Leverkusen.