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Schalke-Boss Clemens Tönnies zu Rauswurf: "Hätte es eher gemacht"

12.05.2015 | 10:18 Uhr
Nach den Spieler-Rauswürfen stellte sich Schalke-Boss Clemens Tönnies am Montagabend in einer TV-Talkshow.Foto: Audi Star Talk / Nadine Rupp

Gelsenkirchen.  Schalke-Boss Clemens Tönnies sprach in einer öffentlichen Runde über die Rauswürfe von drei Spielern sowie die Zukunft von Manager Heldt und Trainer Di Matteo.

Am Ende der Aufzeichnung war nur die Schlange am Grill noch länger als die, bei der die Fans sich anstellen konnten, um Bilder mit Clemens Tönnies aufzunehmen: Der Boss des FC Schalke 04 stellte sich am Montagabend zum „Audi Star Talk“ – es  war das Ende eines turbulenten Tages auf Schalke. Tönnies verteidigte die Maßnahmen von Manager Horst Heldt, der mit Kevin-Prince Boateng, Sidney Sam und Marco Höger drei Spieler aus dem Kader geworfen hatte, bezog Stellung zur Position von Heldt und Trainer Roberto Di Matteo und nährte Hoffnungen auf die Verpflichtung von Sami Khedira. Tönnies sprach über...

... die Rauswürfe: „Ich habe Horst Heldt am Sonntag nach dem Spiel in Köln eine kleine SMS geschrieben, was ich machen würde: Du bist der Boss, treff die Entscheidungen! Es war nicht meine Empfehlung, aber ich finde, er hat richtig reagiert. Ich hätte es schon eher gemacht.“

... Kevin-Prince Boateng: „Ich glaube, dass er schneller die Fehler bei anderen sucht, als bei sich selbst. Er hat der Mannschaft nicht mehr geholfen – ich glaube, dass er sie sogar ein Stück weit heruntergezogen hat. Kevin passte nicht mehr mit rein – er hat sich verändert.“ Auf den Einwand von Modarator Klaus Gronewald, dass Boateng mit einem Chauffeur zum Training gekommen war, sagte Tönnies: „Wenn er dadurch 25 Buden macht, dann fahre ich ihn selbst.“ Donnernder Applaus von den Zuschauern.

... Sidney Sam: „Sein großes Problem war, dass er verletzt war – danach hat er sich nicht mehr freimachen können. Er hat innerhalb des Mannschaftsgefüges keine gute Stimmung verbreitet.“

... Marco Höger: „Er hat in Köln auf einer Position gespielt, die er nicht wollte – so habe ich das wahrgenommen.“

Tönnies-Interview
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Wir haben mit Schalkes Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies über verwöhnte Fußballer, gefährliche Konkurrenz und die Zukunft des Klubs gesprochen.

... Trainer Roberto Di Matteo: „Er braucht Zeit, und wir wollen ihm diese Zeit geben – er wird etwas aufbauen. Wir reden nicht über die handelnden Personen, sondern über die nicht handelnden Personen – diejenigen, die nicht alles geben.“ Di Matteo sei „natürlich“ der Trainer in der neuen Saison. In Sachen Motivation der Mannschaft sagte Tönnies allerdings: „Da ist er gefordert, das muss er verbessern.“

... Manager Horst Heldt: „Es ist völlig klar, dass er der Chef der sportlichen Abteilung ist. Es ist doch nicht so, dass Horst keinen Erfolg hätte – das wäre jetzt unfair.  Ich baue auch Druck auf und sage: Du bist verantwortlich, wir folgen dir. Jetzt muss erst Leistung geboten werden. Wir müssen die Europa League erreichen und dann setzen wir uns in Ruhe hin und sprechen über die Zukunft.“ Eine klare  Aussage, dass der Vertrag von Heldt (derzeit bis 2016) verlängert wird, lieferte Tönnies nicht.

... seine „große“ Sorge, dass die Europa League verpasst wird: „Wenn man da nicht ernsthaft rangeht, werden wir das vergeigen. Wir müssen in die Europa League – die nächsten beiden Spiele müssen gewonnen werden.“ Ob es schlimmer wäre, die Europa League zu verpassen oder von Dortmund noch überholt zu werden? „Beides ist ein Desaster.“

... Sami Khedira: „Wir haben Signale, dass er gerne nach Schalke kommen würde, und wir hoffen, dass es klappt. Ich sehe einen hohen Prozentsatz, dass er sich für Schalke entscheidet.“ Dass Khedira bereits unterschrieben habe, „stimmt nicht“, sagte Tönnies.

Die Sendung wurde am Montagabend im Autohaus Tiemeyer & Ossmann in Gelsenkirchen aufgezeichnet und am später auf Sky ausgestrahlt. Zu Beginn gab sich Tönnies cool und sagte zur Schalker Krise: „Ich bleibe ruhig, denn ich habe hier schon alles erlebt.“ Der Schalke-Boss war sogar zu Scherzen aufgelegt. Als er gefragt wurde, ob man sich Jürgen Klopp auf Schalke als Trainer vorstellen könnte, grinste er: „Der müsste sich farblich umstellen. Das haben wir bei Andy Möller auch gesagt...“

Danach gab es Fotos mit dem Boss – und Currywurst.

Schalke verliert in Köln

 

Manfred Hendriock

Kommentare
15.05.2015
02:16
Schalke-Boss Clemens Tönnies zu Rauswurf: "Hätte es eher gemacht"
von Pundeskanzler | #38

Der kann doch soo schön Singen..

1 Antwort
Schalke-Boss Clemens Tönnies zu Rauswurf: "Hätte es eher gemacht"
von altererlerjunge1919 | #38-1

Jedenfalls besser als euer Siegerländer.

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Schalke-Boss Clemens Tönnies zu Rauswurf: "Hätte es eher gemacht"
Schalke-Boss Clemens Tönnies zu Rauswurf: "Hätte es eher gemacht"
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2015-05-12 10:18
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