Schaaf verlässt Frankfurt freiwillig

Frankfurt..  14 Jahre lang war Thomas Schaaf Trainer von Werder Bremen. Bei Eintracht Frankfurt warf er am Dienstag nach nicht einmal elf Monaten hin. Der erfahrene Coach und der Bundesligist einigten sich darauf, ihren ursprünglich bis 2016 gültigen Vertrag nach nur einer Saison wieder aufzulösen.

Danach trat Vorstands-Chef Heribert Bruchhagen vor die Medien, um mit staatstragender Miene und hörbarer Enttäuschung zu verkünden, was er in den Tagen zuvor noch unbedingt verhindern wollte. „Die Zusammenarbeit war erfolgreich. Es gibt bei ihm aber eine Enttäuschung darüber, dass er seine sportliche Leistung nicht ausreichend gewürdigt und sein Verhältnis zur Mannschaft falsch dargestellt sieht“, sagte der Eintracht-Chef. „Ich bin schon ein bisschen enttäuscht darüber, dass seine Ablehnung und seine Motive nicht mehr zu ändern waren. Die Realität ist manchmal grausam.“

Die Mannschaft, die Schaaf immerhin auf Platz neun brachte, wird bei den noch ausstehenden Freundschaftsspielen von seinem Assistenten Wolfgang Rolff betreut. Schaaf verabschiedete sich mit einer schriftlichen Erklärung, aus der seine ganze Verbitterung darüber hervortrat, dass nicht alle Führungskräfte im Verein hinter ihm standen: „Die in der Öffentlichkeit getätigten Aussagen und die Darstellung meiner Person und meiner Arbeit, die sich in unglaublichen und nicht nachvollziehbaren Anschuldigungen und Unterstellungen äußern, kann und will ich nicht akzeptieren. Deshalb ist es zu der Trennung gekommen“, teilte der 54-Jährige mit.