Sanfte Seite der Sambo-Kämpfer: Sieger trägt Verlierer

Nach seinem Finalsieg bei den Europaspielen in Baku bewies Stsiapan Papou, dass Sambo-Kämpfer auch eine sanfte Seite haben.

Baku.. Mit einem legalen Haltegriff am Bein hatte der Weißrusse seinen Gegner Amil Gasimov im Kampf um Gold bezwungen - aber auch so schwer verletzt, dass der Aserbaidschaner sich vor Schmerzen krümmte und kaum noch stehen konnte. Kurzerhand nahm Papou seinen Kontrahenten huckepack und trug Gasimov auf seinen Schultern von der Matte.

"Ich wollte ihm Respekt zeigen. Er hat sehr stark gekämpft, er war voller Energie, du konntest sehen, dass er unbedingt gewinnen wollte", erklärte Papou seine Aktion, die von den einheimischen Fans in der Heydar-Aliyev-Arena bejubelt wurde. "Ich habe das getan, weil ich weiß, wie weh das tut. Ich habe schon auf diese Art und Weise verloren, und ich kenne diesen Schmerz."

Bei der Siegerehrung konnte Gasimov schon wieder auf eigenen Beinen stehen. "Wir kennen uns gut, weil wir schon oft aufeinandergetroffen sind. Auf der Matte sind wir Rivalen, aber abseits davon haben wir eine gute Beziehung", sagte er. "Es ist Sport, deshalb denke ich, dass es normal ist, dass er mich aus der Halle getragen hat." Sambo ist ein Kampfsport-Mix unter anderem aus Judo, Jiu Jitsu oder Ringen.