Sambo - die große Unbekannte bei den Europaspielen

Ohne deutsche Beteiligung findet bei den Europaspielen an diesem Montag der Sport statt, der auch bei anderen Athleten für die meisten Nachfragen sorgt. Sambo? Der Kampfsport ist zumindest in Westeuropa der breiten Masse wenig bekannt.

Baku.. Sambo ist eine Mischung aus unter anderem Judo, Jiu Jitsu sowie Ringen und hat seine Ursprünge als Armeesport in der früheren Sowjetunion.

Die regionale Diskrepanz macht auch die Teilnehmerzahl deutlich. Von insgesamt 38 männlichen Startern kommen nach Angaben der Organisatoren nur drei aus Westeuropa: Jeweils ein Kämpfer aus Österreich, Frankreich und Spanien. "Es gibt viel Action, es geht farbenfroh auf der Matte zu, die Leute am TV werden Spaß haben", versprach Jordan Amoros aus Frankreich.

Der Gastgeber Aserbaidschan peilt in allen acht Gewichtsklassen, vier bei den Männern und vier bei den Frauen, Medaillen an. Auch weil der Sport eine große gesellschaftliche Verankerung besitzt. "Alle Sicherheitskräfte der Regierung nutzen Sambo", berichtete der aserbaidschanische Nationalcoach Yagub Abdullayev. Ehrenpräsident des Weltverbandes FIAS ist der russische Kremlchef Wladimir Putin.