Rydzek und Vogt vergolden WM-Freitag

Falun..  Erst stürmte Johannes Rydzek in der Nordischen Kombination zum Titel, dann kürte sich Carina Vogt zur ersten deutschen Skisprung-Weltmeisterin. Am goldenen Freitag kamen Deutschlands Ski-Asse bei der WM in Falun gar nicht mehr aus dem Jubeln heraus. Gerade einmal zwei Stunden lagen zwischen den beiden Triumphen, mit denen die deutsche Bilanz von vor zwei Jahren schon am zweiten Tag der Titelkämpfe übertroffen wurde. In Val di Fiemme gab es lediglich einen WM-Sieg durch Eric Frenzel, der dieses Mal als Vierter leer ausging und zu den ersten Gratulanten des Überraschungs-Weltmeisters gehörte. „Johannes hat es mehr als verdient. Ich freue mich für ihn“, sagte der Olympiasieger über Teamkollege Rydzek.

„Ich dachte, ich träume“

Der Oberstdorfer setzte sich nach einem Sprung und dem 10-Kilometer-Langlauf mit einem starken Finish vor dem Italiener Alessandro Pittin durch. „Ich dachte, ich träume. Es war ein sehr bewegender Moment“, beschrieb der Champion seine Emotionen beim Überqueren der Ziellinie in der Lugnet Arena. Viel Zeit zum Feiern blieb nicht, denn schon am Sonntag wollen die DSV-Kombinierer im Teamwettbewerb den bei Weltmeisterschaften seit 1987 anhaltenden Gold-Fluch besiegen. „Wir müssen die Jungs heiß machen, damit sie gierig bleiben. Mit dem Weltmeister im Rücken wollen wir nun mit der nötigen Lockerheit und Angriffslust auch da den Titel holen“, verkündete Weinbuch.

Wieder für die Geschichtsbücher

Ihr persönliches Ziel hat Carina Vogt schon erreicht. Nach ihrem erneuten Schanzen-Triumph schlug sie ungläubig die Hände vor das Gesicht, wenig später kämpfte die erste deutsche Skisprung-Weltmeisterin bei der Siegerehrung mit den Tränen. Ein Jahr nach ihrem Olympiasieg flog die 23-Jährige am Freitag in Falun zum WM-Gold und schrieb damit erneut Geschichte. „Es ist unglaublich, dass es zum Saison-Höhepunkt wieder geklappt hat. Ich bin etwas gefasster als in Sotschi, freue mich aber riesig“, sagte Vogt.

In einem Herzschlagfinale verwies die Polizeimeisteranwärterin aus Degenfeld mit Weiten von 91,5 und 92 Meter die Japanerin Yuki Ito um 1,8 Punkte auf Rang zwei. Für Weltcup-Spitzenreiterin Daniela Iraschko-Stolz aus Österreich, die zur Halbzeit noch in Führung lag, blieb am Ende Bronze.

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