Rot-Weiss Essen schafft den Sprung ins Endspiel

Essen..  Das Trauma ist überwunden. Im Liga-Alltag hatte der ambitionierte Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen gegen den krassen Außenseiter FC Kray das Hin- und Rückspiel überraschend und schmachvoll in den Sand gesetzt. Doch im Niederrheinpokal endete die bittere Serie. RWE besiegte im Halbfinale den Liga-Rivalen aus der Nachbarschaft am Dienstagabend vor 6540 Zuschauern verdient mit 2:0 (1:0) und steht am 14. Mai im Endspiel, bei dem es dann um den Einzug in die lukrative Hauptrunde des DFB-Pokals geht.

Natürlich entwickelte sich auf Grund der kuriosen Vorgeschichte ein gewisses Fieber in der Stadt. Es ist zwar nur der regionale Pokalwettbewerb, aber was den Fußball angeht, muss man sich etwas bescheiden in der Ruhrmetropole. Und zwei Essener Klubs im Halbfinale, das ist eine schöne Sache für alle Fans. Der FCK freute sich ebenfalls riesig auf das Zubrot. Nur der Gastgeber war nicht begeistert. Schließlich quälen ihn die schlechte Erfahrungen, und nach dem Absturz von der Tabellenspitze der 4.Liga hatte man auch Bammel vor dem Versagen: Nur nicht wieder verlieren, erst recht nicht gegen den FC Kray. Mit dem Finaleinzug konnte der einstige Titelkandidat die Enttäuschungen der Saison zumindest etwas lindern.

Aber es ist nicht leicht, wieder den rechten Weg zu finden. Die Rot-Weißen bemühten sich um Kontrolle und trafen dabei auf kompakte Gäste. Die besaßen die erste Chance durch Kevin Kehrmann (6.), das Tor jedoch machte RWE. Nach einem Freistoß versenkte Benjamin Baier den Ball mit einem fulminanten Distanzschuss zur 1:0-Führung (30.).

Nach der Pause kam der FCK auf und stand zweimal durch Ömer Akman vor dem Ausgleich. Einmal rettete die Latte (62.), dann parierte Keeper Niclas Heimann. In die Drangperiode hinein konterte RWE und erzwang durch Kevin Freiberger die Entscheidung (77.).