Rosberg mit gemischten Gefühlen

Shanghai..  Bestens gelaunt schwelgte Sebastian Vettel in Erinnerungen an denkwürdige Momente beim Formel-1-Grand-Prix von China. Seine Zielstrebigkeit sollen die Silberpfeile schon an diesem Wochenende in Shanghai wieder zu spüren bekommen. Vettel will den Branchenführer von Mercedes nach seinem Premierensieg für Ferrari unter Hochspannung halten. „Wir wollen uns idealerweise die gesamte Saison als das Team hinter Mercedes etablieren. Wenn wir das schaffen, wollen wir die Lücke zu Mercedes schließen“, sagte der Heppenheimer am Donnerstag vor dem dritten Rennen dieser Saison.

2007 als Formel-1-Neuling in China als Vierter erstmals in die Punkte für Toro Rosso, 2009 der erste Sieg für Red Bull - weitere Glanzlichter Vettels sollen nach dem Willen von Lewis Hamilton und Nico Rosberg (Bild) nicht dazukommen. Der Brite begrüßte ausdrücklich den gesteigerten Wettbewerb durch die Scuderia. Für den 30-Jährigen steht nach seinem zweiten Platz in Malaysia jedoch für den Großen Preis in der asiatischen Metropole fest: „Wir werden besser sein.“ Rosberg versicherte: „Die Strecke wird uns viel besser liegen. Ich bin mir sicher, wir werden das Rennen unter uns ausmachen.“

„Das geht dann voll nach hinten los“

Rosberg verfolgt das wiedererstarkte Ferrari-Team um Vettel mit gemischten Gefühlen. „Vettel kann eine Hilfe sein“, räumte er mit Blick darauf ein, dass Vettel seinem Mercedes-Teamkollegen wichtige Punkte abnehmen könne. In Malaysia sei Vettel als Sieger jedoch „mehr als eine Gefahr“ gewesen. „Das geht dann voll nach hinten los“, sagte der Sepang-Dritte. Die Perspektive könne sich schnell wandeln: „Sollte er weiter siegen, wird das zu einem Problem.“