Roosters wollen Wiedergutmachung in Ingolstadt

Ingolstadt/Iserlohn..  Marko Friedrich könnte ein zufriedener junger Mann sein. In seiner ersten Saison in der Deutschen Eishockey Liga erhält der 23-Jährige bei den Iserlohn Roosters regelmäßige Spielanteile, verpasste nur eine der bislang 35 Partien, erzielte vier Tore und verlängerte seinen Vertrag kürzlich bis 2018. Doch die Nummer 67 der Sauerländer sagt vor dem Auswärtsspiel beim deutschen Meister ERC Ingolstadt (16.30 Uhr) lediglich: „Es könnte besser laufen.“

Damit steht Friedrich beispielhaft für seine Mannschaft. „Ich setze mir halt hohe Ziele“, erklärt er - und das gilt für die Roosters ebenso. Zwar gelten die Vor-Play-offs noch als das offizielle Saisonziel, inoffiziell aber wird im Team längst an einen Platz unter den besten Sechs und damit die direkte Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale gedacht. Warum auch nicht? Derzeit sind die Sauerländer Tabellenfünfter, vier Punkte hinter dem heutigen Gegner. „Das ist das Ärgerliche“, sagt Marko Friedrich, „hätten wir in Schwenningen gewonnen, hätten wir Ingolstadt mit einem Sieg überholen können.“

So geht es vorerst um die Absicherung des Vorsprungs auf die direkten Konkurrenten. „Wenn wir unsere Süddeutschland-Tour mit drei Punkten beenden würden, wäre ich auch schon zufrieden“, sagt Roosters-Trainer Jari Pasanen. Denn die bisherigen zwei Duelle entschieden jeweils die Ingolstädter für sich. „Man kann aber in dieser Saison im Vorfeld von Spielen kaum Prognosen abgeben“, sagt Marko Friedrich.

Er strebt an diesem Dienstag jedoch Wiedergutmachung für die Pleite in Schwenningen an. „Die Stimmung in der Mannschaft war echt gedrückt“, erzählt der 23-Jährige, der mit seinen Kollegen nach dem Spiel im Schwarzwald blieb, um direkt nach Ingolstadt weiter zu reisen. Bis auf die eine oder andere Ausnahme nächtigen die Roosters bei solchen Gelegenheiten in Doppelzimmern. Friedrich teilt sich eines mit dem 13 Jahre älteren Boris Blank. „Wir sind auf einer Wellenlänge“, sagt das Talent - und sieht darin auch das aktuelle Erfolgsgeheimnis der Roosters: Alle Spieler sind auf einer Wellenlänge.

„Außerdem stellen uns die Trainer perfekt ein und wir haben einen überragenden Torwart.“ In der vergangenen Saison rangierten die Sauerländer nach 35 Partien mit 39 Punkten auf Platz elf. Diesmal weisen sie 59 Zähler auf - und sind trotzdem nicht ganz zufrieden.