Roosters rasant zum sechsten Heimsieg in Serie

Iserlohn..  Auswärts derzeit mit deutlichen Schwächen, auf eigenem Eis eine Macht: Den Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey-Liga gelang mit dem 5:3 (1:1, 0:0, 4:2) gegen die Eisbären Berlin der sechste Heimsiege in Folge. Roosters-Trainer Jari Pasanen: „Nach dem 2:1 hatten wir pures Entertainment auf dem Eis. Berlin musste kommen und wir haben gut verteidigt. Die Zuschauer können zufrieden sein. Das war ein kurioses Spiel. Berlin war anfangs deutlich besser.“

Die Personalsituation der Sauerländer hatte sich vor dem Duell mit dem Team der Stunde nicht verbessert. Weiterhin fehlte ein Quartett: Derek Whitmore, Collin Danielsmeier, Ryan Button und Jeff Giuliano. Und doch gab es lauten Beifall, als bereits nach 19 Sekunden die erste Chance durch Marko Friedrich die Fans in den Bann schlug. Ein Strohfeuer, wie sich zeigen sollte: Beide Teams richteten die Aufmerksamkeit auf eine konsequente Defensivarbeit, ein Spielfluss kam so nur selten zustande.

Überraschend und praktisch aus dem Nichts erzielten die Hausherren daher die Führung. Nach einem Schuss von Kevin Lavallée drückte Chris Connolly die Scheibe in den Kasten (6.). Wenig später verpuffte das erste Roosters-Überzahlspiel. Es sollte sich mehrfach wiederholen. Torchancen blieben selten, so dass der Treffer von Sven Ziegler (14.) alle überraschte – inklusive Iserlohns Torwart Mathias Lange, der überhaupt nicht reagierte.

Druckvoll starteten die Gäste in den Mittelabschnitt, aber der IEC hielt dagegen. Doch das zweite Drittel war primär von Kampf geprägt, spielerisch lief es auf keiner Seite wirklich rund, messbare Erfolge gab es keine.

Gejubelt wurde in der ausverkauften Halle erst wieder im Schlussdrittel. Nach einem kapitalen Schnitzer der Eisbären-Abwehr landete die Scheibe bei Dylan Wruck, der zog ab ins obere rechte Eck – 2:1 (49.). Und noch einmal zeichnete er sich aus: Seine Maßvorlage schloss Torjäger Petersen eiskalt ab (53.). Die Roosters hatten den wichtigen Dreier binnen 220 Sekunden fest im Blick, gaben ihn nicht mehr aus der Hand, machten ihn mit einem weiteren spektakulären Tor perfekt: Als Lavallée in die Kühlbox musste, traf Alex Foster unmittelbar vom Bully aus der eigenen Defensivzone, unter dem Jubel der Fans rollte die Scheibe in das leere Eisbären-Gehäuse.

Dass die Gäste die Überzahl dann doch durch Barry Tallackson nutzten, änderte nichts mehr am sechsten Roosters-Heimsieg in der Serie, den Brooks Macek mit dem Empty-net-Tor krönte. Das dritte Gegentor sechs Sekunden vor Ende durch Petr Pohl hatte nur noch statistische Bedeutung.