Roosters enttäuschen Jari Pasanen

Augsburg..  So ausgelassen wie Jari Pasanen nach einem Treffer von Nick Petersen gegen die Düsseldorfer EG gelacht hatte, so zerknirscht gab sich der Trainer der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga nach der Partie bei den Augsburger Panthern. Mit 4:7 waren die Sauerländer untergegangen. Und Pasanen sagte: „Wir hatten nicht den unbedingten Siegeswillen, meine Spieler können offenbar mit Erfolgen nicht umgehen.“

Besonders nach derart fulminanten Heimauftritten wie gegen die DEG leisten sich die Roosters in dieser Saison eine eklatante Auswärtsschwäche, durch die sie eine noch bessere Platzierung in der Tabelle verschenken. „Ich hatte vor Augsburg gewarnt, wenn man selbst in Überzahl spielt. Dennoch haben wir das Tor kassiert. Augsburg war präsenter vor dem Tor, wir haben vier Treffer im Rebound kassiert“, klagte Pasanen.

Dass der Triumph im Westderby für ausgeprägtes Selbstbewusstsein gesorgt hat, merkte man den Roosters nur im ersten Drittel an. Die Mannschaft wirkte spritzig, stocktechnisch überlegen und weitaus kombinationssicherer als die Panther. Diese konnten ihre Verunsicherung nicht verbergen, und sie machten sich auch selbst das Leben schwer, weil sie insgesamt neun Minuten in Unterzahl bestritten. Und das nutzten die Gäste.

Gleich zu Beginn scheiterte noch Nick Petersen, auffälligster Akteur im ersten Durchgang, im ersten Powerplay an Mason, aber im zweiten durfte die verdiente Führung bejubelt werden, als Chris Connolly traf (7.). Es folgten ein paar gute Szenen der Hausherren, ehe die Sauerländer wieder das Kommando übernahmen. Ihr zweiter Treffer, den Petersen in Überzahl besorgte, hatte jedoch einen dicken Wermutstropfen. Denn vorausgegangen war die Attacke von Weiß gegen Richard Jares. Der Roosters-Verteidiger konnte nach einem rüden Check gegen den Kopf nicht mehr weitermachen. Seine Wunde wurde genäht, doch es bestand der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung.

Das 2:0 hätten die Roosters aber zwingend mit in die Pause nehmen müssen, doch unmittelbar vor dem Ende ihrer Überzahl kassierten sie den Anschlusstreffer, als Seifert mit einem vom Gegner unglücklich und unhaltbar für Mathias Lange abgefälschten Schuss Erfolg hatte.

Torwartwechsel verpufft

Im zweiten Abschnitt brachen alle Dämme. Nach einer schönen Kombination markierte Hinterstocker das 2:2. Die Gegentreffer drei und vier fielen nach dem gleichen Muster. Ein Schuss auf das Iserlohner Tor, Lange wehrte ab, doch die Scheibe wurde nicht entschlossen geklärt und stattdessen von einem Augsburger über die Linie gestochert. Erst jubelte Trevelyan, dann Grygiel. 4:2 hieß es nach 31 Minuten, Trainer Jari Pasanen nahm eine Auszeit - und brachte Daniar Dshunussow für Lange.

Doch nur gut eine Minute nach diesem Wechsel schlug es erneut im Iserlohner Kasten ein, als Trevelyan eine Überzahl nutzte. Immerhin ließen die Iserlohner nach DaSilvas 7:2 die Niederlage nicht ausufern und betrieben durch Chad Bassen und Nick Petersen noch Ergebniskosmetik.