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Kommentar

Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor

11.11.2012 | 19:27 Uhr

Noch wird über das neue Sicherheitskonzept der DFL diskutiert, noch ist die Kritik nicht verstummt. Da schaffen Polizei, Liga und Vereine in München mit rigiden Kontrollen gegen Fans von Eintracht Frankfurt Fakten - das ist ein Fehler. Ein Kommentar.

Natürlich ist in München viel geredet worden über den 2:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt. Es ging um die Startbilanz der Bayern mit zehn Siegen aus elf Spielen. Und um den wieder einmal überraschend starken Auftritt der Gäste aus Frankfurt.

Über den Auftritt von Polizei, DFL und FC Bayern gegenüber den Fans aus Frankfurt, die man vor Spielbeginn aufgefordert hat, sich in einem Zelt auszuziehen und sich einer umfassenden Kontrolle zu unterziehen, wurde nicht geredet.

Dabei hat das ohnehin fragile Verhältnis zwischen der Deutschen Fußball Liga und einem Teil der Fans in München einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die Möglichkeit, im Kampf gegen die Pyrotechnik die Fans in Zelten oder Containern gründlichen Körperkontrollen, offenbar auch ohne einen Großteil ihrer Kleidung, zu unterziehen, ist Teil des DFL-Papiers „Sicheres Stadionerlebnis“. Ein Papier, das die übergroße Mehrheit der Fanverbände, aber auch die Mehrheit der Vereine, ablehnt. Aber so versucht man offenbar, trotz laufender Debatten Fakten zu schaffen.

Diese Aktion vergiftet das Klima

Ob sich dabei, wie der FC Bayern betont, nur 40 Frankfurter Fans entkleiden mussten – nicht vollständig übrigens – spielt keine Rolle. Abgesehen davon, dass diese Aktion das Klima nur vergiften kann: Ist eigentlich ein derartiger Eingriff in die Grundrechte vieler Stadionbesucher durch den Anspruch auf Sicherheit zu rechtfertigen? Über diese Frage ohne öffentliche Debatte hinweg zu gehen: welch ein Eigentor.

Klaus Wille

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Kommentare
13.11.2012
15:05
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von grubendol | #20

Mittlerweile ist klar, dass bei sämtlichen Kontrollen im Stadionumfeld insgesamt die erwähnten 20 Messer gefunden wurden, was die Ganzkörperkontrollen noch weiter in Frage stellt. Wird schon einen Grund haben, warum hier keine detaillierten Zahlen veröffentlicht werden.

13.11.2012
00:32
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von helmuthaller | #19

hallo grubendol wo bleibt ihre antwort? das haben sie wohl nicht erwartet das meine meldung fundiert war?

2 Antworten
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von grubendol | #19-1

Die Meldung habe ich mir schon etwas detaillierter gewünscht. Seltsam, dass diese Zahl im Polizeibericht verschwiegen wird. Außerdem muss man Leute nicht bis auf die Unterwäsche ausziehen, um Messer zu finden.

Ansonsten empfehle ich: www.ich-fuehl-mich-sicher.de

Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von helmuthaller | #19-2

ne das wird nix mit uns und einer gleichen meinung

12.11.2012
18:10
H96 - Dynamo
von bochumerjunge1965 | #18

Da wären solche Kontrollen sinnvoll gewesen.
Aber 400 Ossi Honks haben ja das Stadion gestürmt.
Trotz Wasserwerfer und Pfefferspray

Da hat die Polizei auf ganzer Linie versagt :-((((((((((

Es wird der Tag kommen da muss vor deutschen Stadien scharf geschossen werden
:-((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((

Ich bete das ich das nicht miterleben muss !!!!!!!!!!!!!!!!!




1 Antwort
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von helmuthaller | #18-1

was wäre da so falsch dran. ein problem weiniger

12.11.2012
17:58
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von thekillers | #17

Ok, ich muss mich entschuldigen. Es war nicht derselbe Autor. Was aber nicht heißt, dass es nicht trotzdem genug Typen gibt, die bei dieser Problematik heute so und morgen ganz anders eingestellt sind.

12.11.2012
17:15
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von thekillers | #16

Interessant: Derselbe Autor, der jetzt die Persönlichkeitsrechte der Fans verletzt sehen will, hat nach dem Revierderby geschrieben, die Feinde des Fußballs müssten hart bestraft werden. Unabhängig davon, ob Ganzkörperkontrollen sinnvoll sind, aber bei jeder Meldung übre Pyro im Stadion wird gleich eine Null-Toleranz-Politik und härtere Strafen fordern. Dann greift ein Verein mal durch und das ist dann schon wieder falsch. Krokodilstränen nennt man sowas, glaube ich.

1 Antwort
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von helmuthaller | #16-1

wer hat das noch gesagt? was kümmert mich mein gewäsch von gestern

12.11.2012
15:50
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von haraldbeisemann | #15

Lieber Herr Wille, ich glaube, dass Sie mit diesem Kommentar den friedlichen Fans und den Vereinen einen Bärendienst erwiesen haben. Das geht schon fast in den Bereich von Toleranz für die vermummten Gestalten hinein, die Woche für Woche für Ausschreitungen sorgen. Darüber kann es auch keine Diskussion mehr geben. An jedem Airport nehmen auch Sie Sicherheitskontrollen in Kauf, ohne das diese in Frage gestellt werden. Oder wollen Sie Verhältnisse wie beispielsweise bei meinem Besuch in San Siro im April diesen Jahres: Da jede Eintrittskarte über den Ausweis personifiziert wurde, hatte ich mit meinem Enkelkind erst zu Beginn der 2. Halbzeit mein Ticket in der Hand und habe somit auch das erste Tor für den AC Mailand verpasst. Sicherheit für 60.000 gibt es halt nur mit Kontrollen. Wegen einiger Chaoten, die Sie mit Ihrem aktuellen Kommentar auch noch, sicherlich ungewollt, in gewisser Weise in Schutz genommen haben..

2 Antworten
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von grubendol | #15-1

Gerade als friedlicher Fan sehe ich es nicht ein, mich bis auf die Unterhose ausziehen zu müssen. Erst recht nicht gegenüber einem Veranstalter, der damit meines Erachtens selbst rechtswidrig handelt.

Was die San-Siro-Anekdote mit dem Thema zu tun hat erschliesst sich mir nicht ganz.

Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von haraldbeisemann | #15-2

In San Siro wird bereits das praktiziert, was auch auf uns zukommen kann. Denn das Problem mit den vermummten Bengalochaoten hatten die Italiener bereits vor geraumer Zeit. Und die Reaktion, um friedliche Besucher zu schützen, hatte ich versucht zu schildern.

Ohne Kontrolle, lieber grubendohl, wird es wohl auf Dauer auch bei uns nicht funktionieren. Wie gesagt: In San Siro wirds bereits so gemacht und an jedem Flughafen der Welt ist Kontrolle heute - leider - eine nicht wegzudenkende
Notwendigkeit. Somit halt das Leben mit Terroristen und Chaoten...

12.11.2012
15:12
" Frankfurter Fans "
von bochumerjunge1965 | #14

Eintracht Frankfurt.
Deutscher Randale Meister...........
Der Banner wurde mal in Dortmund ausgerollt !!!!!!!!!

Die fallen auswärts IMMMER auf....

Die Münchner haben alles richtig gemacht :-))))))))))))))))

12.11.2012
14:46
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von bigkahuna | #13

Ich wiederhole hier mal den kommentar von grubendol (#7-1 ), weil er deutlich macht, was erlaubt ist und was nicht. Es geht eben nicht immer darum, was man gern hätte, sondern an welchen rechtlichen Grundsätzen man sich zu orientieren hat.

"Der Veranstalter hat zwar das Hausrecht, entscheidend sind allerdings die Regelungen in den AGB, die nicht abseits geltenden Rechts stehen dürfen.

Nach Ansicht des Oberverwaltungsgerichts Saarbrücken z. B. "stellt der Besuch eines Fußballspiels [...] ein legitimes Verhalten dar, das nicht generell von seiner Bereitschaft abhängig gemacht werden darf, einen schwerwiegenden Eingriff in sein Persönlichkeitsrecht hinzunehmen, wenn die rechtlichen Voraussetzungen für eine solche Maßnahme im Übrigen nicht erfüllt sind.” "



12.11.2012
14:45
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von bigkahuna | #12

Ich wiederhole hier mal den kommentar von grubendol (#7-1 ), weil er deutlich macht, was erlaubt ist und was nicht. Es geht eben nicht immer darum, was man gern hätte, sondern an welchen rechtlichen Grundsätzen man sich zu orientieren hat.

"Der Veranstalter hat zwar das Hausrecht, entscheidend sind allerdings die Regelungen in den AGB, die nicht abseits geltenden Rechts stehen dürfen.

Nach Ansicht des Oberverwaltungsgerichts Saarbrücken z. B. "stellt der Besuch eines Fußballspiels [...] ein legitimes Verhalten dar, das nicht generell von seiner Bereitschaft abhängig gemacht werden darf, einen schwerwiegenden Eingriff in sein Persönlichkeitsrecht hinzunehmen, wenn die rechtlichen Voraussetzungen für eine solche Maßnahme im Übrigen nicht erfüllt sind.” "



12.11.2012
12:37
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von helmuthaller | #11

DER KOMMENTA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! IOST GANZ KLAR DANEBEN. Durch ihren einsatz pro gewaltsbereiter fans und pyromanen sind sie das eigentor.

solange noch ein leuchtkörper in einem deutschen stadion abgebrannt wird sind solche maßnahmen nur zu begrüßen und auszuweiten, bis der letzte idiot gemerkt hat was die glocke geläutet hat.

übrigens haben sie gelesen was gefunden wurde? unter anderem 22 messer. soviel zu ihrem kommentar

2 Antworten
Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von grubendol | #11-1

Haben Sie einen Link zu der Aussage "22 Messer"? Im offiziellen Polizeibericht finde ich nichts dazu. Ist dort angegeben um was für Messer es sich handelt? Können Sie uns erläutern, warum man diese Messer nur durch solche invasiven Massnahmen finden konnte? Ich freue mich auf Antworten.

Rigide Kontrollen der Frankfurter Fans waren ein Eigentor
von helmuthaller | #11-2

bayerntext seite 209
ich freue mich auf viele leser dieser seite

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