Real hofft auf den großen Befreiungsschlag

Gelsenkirchen..  Es ist Champions League, das ist der Paradewettbewerb der Königlichen. Als einziges Team hat Real Madrid in dieser Saison bisher alle sechs Partien der Königsklasse gewonnen – und die siebte soll nun dazu dienen, ein ungewohntes Tief zu überwinden. Seit Wochen sucht der Titelverteidiger seine nach der Hinrunde verloren gegangene Form, im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Schalke 04 will er die Wende einleiten.

Trainer Carlo Ancelotti verbreitet keine Panik, als er am Montagabend vor dem Abschlusstraining auf Schalke in der Arena den Medien Auskunft gibt. „Ich vertraue meiner Mannschaft“, sagt der Italiener. „Wir stehen in unserer Liga immer noch auf Platz eins, wir sind der Champions-League-Sieger, und wir werden alles dafür tun, um das zu wiederholen. Wir müssen jetzt möglichst schnell die Kurve kriegen.“ Real plant auch ohne die verletzten Sami Khedira, James Rodriguez, Sergio Ramos und Luka Modric auf Schalke den großen Befreiungsschlag.

Kapitän Casillas warnt

Die Ausnahmemannschaft ist tatsächlich ins Stolpern geraten – sogar Weltfußballer Cristiano Ronaldo konnte zuletzt keine Glanzpunkte mehr setzen. Real tat sich sogar gegen leichte Gegner schwer, wie beim mühevollen 2:0-Erfolg über Deportivo La Coruña.

Auch bei Weltmeister Toni Kroos, der nach seinem Wechsel vom FC Bayern zu Real groß auftrumpfte und die Fäden in einem Team zog, das Tore wie am Fließband produzierte, läuft es noch nicht wieder rund. Vor dem Spiel auf Schalke betont er, dass es aber nur ein schlechtes Ergebnis gegeben habe – das 0:4 im Derby gegen Atlético Madrid.

Im Achtelfinale der Champions League gehe es nur ums Weiterkommen. „Im letzten Jahr standen die Schalker sehr offen, den Gefallen werden sie uns nicht noch einmal tun“, glaubt Kroos. Auch Kapitän und Torhüter Iker Casillas warnt davor, zu sehr in Erinnerungen an Reals 6:1 über Schalke vor einem Jahr zu schwelgen: „Diesmal wird es schwer für uns.“