Quirliges Objekt der Begierde - Kroatiens Star Luka Modric

Jubelt er noch lange im Tottenham-Trikot? Kroatiens Topstar Luka Modric.
Jubelt er noch lange im Tottenham-Trikot? Kroatiens Topstar Luka Modric.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Die goldene Generation Kroatiens ist zwar Geschichte, dennoch gibt es nach wie vor Superstars in den Reihen der Mannschaft. Allen voran Luka Modric, der in der englischen Premier League für die Tottenham Hotspurs spielt - allerdings von anderen Vereinen heftig umworben wird.

Essen.. Daniel Levy blieb hart: Luka Modric wird "für keinen Preis der Welt" verkauft, hatte der Tottenham-Präsident im Sommer 2011 via Vereins-Webseite verkündet, als das Werben um den kroatischen Mittelfeldstar vom FC Chelsea immer heftiger wurde. 25 Millionen Euro Ablöse standen zur Debatte. Neben dem Ortsrivalen zeigten auch die beiden Manchester-Klubs großes Interesse am nur 1,73 Meter großen, quirligen Spielmacher. Doch Levy blieb weiter stur.

Modric selbst war zu diesem Zeitpunkt einem Wechsel nicht abgeneigt, wollte er doch in die Champions League und um Titel spielen, Tottenham nahm nur an der Europa League teil. So kokettierte der brillante Dribbelkünstler denn auch öffentlich mit dem Rivalen: "Chelsea ist ein großer Klub mit einem ehrgeizigen Besitzer. Sie haben großartige Spieler und kämpfen um die Meisterschaft und den Champions-League-Titel", sagte der 26-Jährige der englischen Tageszeitung "Daily Mail". Der Abramowitsch-Klub setzte einen drauf und bot noch einmal zehn Millionen mehr, am letzten Tag des Transferfensters waren es laut "Daily Mail" dann gar 48 Millionen Euro. Doch Levy wollte von dem vielen Geld des russischen Oligarchen weiterhin nichts wissen.

Tottenham kaufte Modric einst für 26 Millionen

Tottenham hatte Modric nach der Euro 2008 für 26 Millionen Euro aus dem bis 2015 datierten Vertrag bei Dinamo Zagreb herausgekauft. Im Alter von 17 Jahren hatte er dort 2002 seine Karriere als Nachwuchsspieler begonnen. Bei den Spurs trug er 2009/10 maßgeblich zur ersten Qualifikation für die Champions League des Vereins bei.

In diesem Sommer, rund um die Euro in Polen und der Ukraine, wird sich die Geschichte wiederholen - die Jagd der großen Vereine nach Modric. Real Madrid, Chelsea, ManUnited und Paris St. Germain sind im Gespräch. Und bei ManCity-Trainer Roberto Mancini, der ihn für einen "großartigen Spieler" und einen "der besten in der Premier League" hält, steht Modric ganz oben auf der Wunschliste. Der bosnische City-Stürmerstar Edin Dzeko - selbst allerdings bei Bayern München im Gespräch - würde ihn mit offenen Armen empfangen, doch er weiß: "Jeder ist hinter Modric her." Fraglich, ob Levy auch dieses Mal wieder hart bleibt. (dapd)