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Politiker kritisieren den FC Bayern

21.01.2015 | 00:10 Uhr

München. Der FC Bayern München ist für seinen Ausflug nach Saudi-Arabien von deutschen Spitzenpolitikern kritisiert worden. „Fußballer müssen keine Politiker sein, aber sie sollen sich der Menschenrechtslage bewusst sein und durchaus mal ein Zeichen setzen“, sagte Dagmar Freitag (SPD) als Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag. Die Münchner hatten auf ihrer Rückreise aus dem Trainingslager in Katar ein Testspiel gegen Al-Hilal in Riad 4:1 gewonnen.

Dem islamischen Königreich werden zahlreiche Menschenrechtsverstöße und die Diskriminierung von Frauen vorgeworfen. Erst in der vergangenen Woche sorgte der Umgang der Justiz mit dem Blogger Raif Badawi für internationale Proteste. Der 30-Jährige war wegen Beleidigung des Islams zu zehn Jahren Haft und 1000 Schlägen verurteilt worden.

Die Reise des FC Bayern wurde nach Angaben eines Sprechers von Sponsor VW finanziert. Geld von den Gastgebern in Saudi-Arabien habe man nicht erhalten, betonte der Verein, der sich so wenig weitergehend äußern wollte wie VW.

Unmut gab es wohl auch in Riad. Die arabische Mannschaft soll nach dem 4:1 der Bayern nicht in den Saal gekommen sein, in dem die Münchner ihr Dinner abhielten. Dabei soll es sich nach Bayern-Angaben um ein Missverständnis gehandelt haben, man habe auf Al-Hilal gewartet.

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2015-01-21 00:10
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