Plötzlich Chefin

Frankfurt..  DFB-Präsident Wolfgang Niersbach kommentierte den kommenden Wechsel positiv. „Wir binden damit die wichtigsten Köpfe im Frauen- und Mädchenfußball langfristig ein und bauen die Struktur weiter aus“, sagte er: „Silvia Neid hat riesige Verdienste und wird mit ihrer Erfahrung wertvolle Impulse in ihrem neuen Bereich setzen. Steffi Jones war als verantwortliche DFB-Direktorin in den vergangenen Jahren ganz nah am Fußball dran. Wir sind davon überzeugt, dass sie die richtige Nachfolgerin ist.“

Für den DFB birgt die öffentlich gemachte Rochade aber auch Risiken. Sollte die WM-Mission in Kanada misslingen und die Olympia-Teilnahme wie 2012 verpasst werden, dürfte es schnell zu Rücktritts-Diskussionen um Neid kommen. Zudem verfügt Jones über keinerlei Trainererfahrung. „Natürlich wäre es optimaler gewesen, wenn ich zuvor in der Bundesliga Erfahrungen hätte sammeln können“, räumte Jones ein. „Aber ich habe Vertrauen in meinen Ehrgeiz und meine fachlichen Kenntnisse“, sagte die 42-Jährige. die einen Vertrag bis 2018 erhält.