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DFB-Pokal

Planten Dresdner und Dortmunder Rechte die DFB-Krawalle gemeinsam?

02.12.2011 | 10:17 Uhr
Planten Dresdner und Dortmunder Rechte die DFB-Krawalle gemeinsam?
Bei den Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel zwischen Dortmund und Dresden wurden Ende Oktober 17 Menschen verletzt. Dynamo Dresden wurde anschließend für die kommende Saison vom DFB-Pokal ausgeschlossen.Foto: dapd

Essen.  Die Krawalle beim DFB-Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden waren womöglich gezielt von Rechtsextremen aus beiden Städten geplant. Einem Bericht zufolge verabredeten sich die Rechten bereits kurz nach der Auslosung der Partie. Sie wollten die Stärke der Szene demonstrieren.

Die Fankrawalle beim DFB-Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden sorgten Ende Oktober für Wirbel und Empörung - und waren womöglich von Rechtsextremen aus beiden Städten gemeinsam geplant. Spiegel Online zitiert aus E-Mails, in denen sich Neonazis aus Dortmund und Dresden gegenseitig zur Auslosung der Pokalpartie gratulieren. "Macht alles mobil, was zu euch steht", heißt es darin dem Magazin zufolge.

"Schorsch", der dem "Nationalen Widerstand Ruhrgebiet" zugeschrieben wird, habe früh deutlich gemacht, dass die rechte Szene das Pokalspiel für ihre Zwecke nutzen könne: Es sei an der Zeit, "zu zeigen, wer Deutschland wirklich ist", soll er nach der Auslosung geschrieben haben. Er habe "Wilhelmi", einem Hooligan und bekannten Neonazi aus Dresden, angeboten, bis zu 2000 Eintrittskarten für das Spiel zu besorgen. "2000 kriegen wir locker hin", soll "Wilhelmi" laut Spiegel Online geantwortet haben.

Wiedersehen mit "alten Freunden"?

Mit Karten vom Schwarzmarkt seien die Dresdner Krawallmacher ins Stadion gelangt. Viele von ihnen, so die Recherche des Magazins, seien gar mit Reisebussen einen Tag vor dem Spiel nach Dortmund-Brechten gereist und am Spieltag selbst mit "alten Freunden" per Bahn zum Spiel gefahren. Im Stadion habe es Plakate mit Runenschrift gegeben, Zeugen sollen von rassistischen Gesängen berichtet haben. Der Staatsschutz in Dortmund und der Verfassungsschutz in Sachsen wollten sich dem Bericht zufolge nicht zu möglichen Ermittlungen wegen rechtsradikaler Vorfälle äußern.

Bei dem Ausschreitungen am Abend des 25. Oktober waren mehrere Menschen verletzt worden; die Polizei nahm 15 Krawallmacher fest. Die Randale hatte Folgen: Dynamo verzichtete beim nächsten Auswärtsspiel bei St. Pauli auf die eigenen Fans, wurde schließlich vom DFB-Sportgericht für die kommende Saison vom DFB-Pokal ausgeschlossen . Dagegen will der Verein Berufung einlegen. Auch der BVB soll wegen der Ausschreitungen 8000 Strafe zahlen. (we)

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Kommentare
03.12.2011
13:23
vaikl2 | #26
von dummmberger | #27

Schade!

03.12.2011
04:59
@ dummmberger | #25
von vaikl2 | #26

"Sie haben aber schon gemerkt. dass ich über die öffentliche Wahrnehmung rede und nicht über interne Informationen des Verfassungsschutzes?"

Nein. Ich schätze, außer vielleicht Ihnen hat das Niemand gemerkt.

02.12.2011
22:47
@vaikl2 | #24
von dummmberger | #25

Sie haben aber schon gemerkt. dass ich über die öffentliche Wahrnehmung rede und nicht über interne Informationen des Verfassungsschutzes?

Da gab es anscheinend über Jahre eine Mordserie durch die von V-Leuten durchsetzte rechtsradikale Szene und niemand ist überhaupt auf die Idee gekommen, dass die dahinterstecken. (zumindest hat es keiner gesagt, damit Sie mich nicht wieder missverstehen)

Und jetzt werden sogar Fußball-Hooligans mit den Rechtsradikalen in Verbindung gebracht.

Wenn das nicht merkwürdig ist, dann weiß ich nicht worüber man sich überhaupt noch wundern soll.

Übrigens: Wenn die Informationen, die in den Medien nichjt auftauchten, intern vorhanden waren, wie Sie ja mutmaßen, dann ist der Verfassungsschutz Mitwisser, wenn nicht sogar Komplize bei der Mordserie. Dieser Gedanke ergibt sich logisch und ist doch unerträglich.

02.12.2011
18:28
@ dummmberger | #20
von vaikl2 | #24

"Obwohl mit V-Leuten durchsetzt, gab es keinerlei Informationen aus den Neonazi-Organisationen."

Wie kommen Sie auf eine solche Behauptung? Arbeiten Sie beim BND/Verfassungsschutz? Oder ging Ihnen das nur durch den Kopf, weil Sie diese Infos in den Medien nicht fanden?

02.12.2011
17:15
Wir haben Sicherheitsbehörden und Ordner, die solche Zustände verhindern müssen
von xxyz | #23

Wenn die Krawallen offensichtlich geplant wurden, wirft dies natürlich ein noch schlechteres Bild auf die Polizeiarbeit und die Ordner im Stadion.
Im und um das Stadion gibt es genug Kameras, so dass die Krawallmacher spätestens nach einer Aktion eigentlich nie mehr ein Stadion von innen sehen dürften.
Aber offensichtlich muss ja der Schalke-Chef persönlich mit dem Handy die Randalierer fotografieren, weil sich sonst keiner kümmert.

02.12.2011
17:03
Planten Dresdner und Dortmunder Rechte die DFB-Krawalle gemeinsam?
von silencium | #22

@ dummberger

Jahrelang gab es die rechte Szene anscheinend gar nicht?
Es ist doch allgemein bekannt, dass gerade in Dortmund die rechte Szene weit verbreitet ist. Jetzt wird auch nach den Nazi-Morden an ausländische Mitbürger der Verfassungsschutz endlich aufmerksam.Dieser braunen Brut muss endlich das Handwerk gelegt werden. Dieses Wegsehen ist schon seit ein paar Jahren unerträglich und brachte diesem braunen Gesindel mit ihren Aufmärschen auch noch Zulauf. Und deutsche Richter gaben auch noch ihre Zustimmung.

02.12.2011
15:46
werbung
von MontgomeryBurns | #21

das foto ist eindeutig eine schleichwerbung für deutsche post

02.12.2011
14:49
Seltsam
von dummmberger | #20

Es ist schon merkwürdig. Jahrelang gab es die rechte Szene anscheinend gar nicht. Obwohl mit V-Leuten durchsetzt, gab es keinerlei Informationen aus den Neonazi-Organisationen.

Und jetzt plötzlich kommt man an alle Infos? Kein Randalierer, wahrscheinlich bald auch kein Ladendieb mehr ohne rechtsextremistischen Hintergrund.

Also irgendetwas stimmt nicht. Entweder früher oder jetzt. Denn so passt das nicht zusammen.

02.12.2011
14:27
Planten Dresdner und Dortmunder Rechte die DFB-Krawalle gemeinsam?
von Pase_Lacki | #19

Wenn ich so nach Essen gucke, da finde ich aber eine ganze Menge rechtsorientierter Ultras. Und warum sollen nicht Rechte zusammen für ein bisschen Stimmung sorgen wollen. Allzuviel Ahnung von "Fankultur" scheinen die meisten Kommentatoren hier nicht zu haben. Man kann durchaus gemeinsame Interessen haben und sich vor- und nach einem Spiel gut verstehen und während des Spiels gehts eben andersrum. Ausserdem wurde ja ordentlich Randale gemacht, das gefällt doch vielen.

Es gibt ja auch bei den Hools durchaus Berührungspunkte. Da sind dann Hooligans unterschiedlicher Vereine z.B. Mitglieder im gleichen Rockerclub (wenn auch nicht im gleicher Charter). Die feiern Freitags zusammen und am Samstag geht es zwar nicht gegen Clubkameraden der gegnerischen Mannschaft, aber gegen andere Hools dieser Mannschaft.Oder man trifft sich auf der grünen Wiese, stellt "Sanitäter" zur Verfügung, schlägt sich, und danach geht man gemeinsam wieder weg. Alles schon da gewesen. In erster Linie gehts um die Randale und um die Einstellung bei den Rechten. Und da wird eben ordentlich paktiert, auch wenn das vielen hier zu hoch (oder eher zu niedrig) erscheint.

02.12.2011
13:39
Der Konjunktiv
von paulbaumann | #18

macht das Leben des Journalisten doch schön einfach.
"Schorsch", der dem "Nationalen Widerstand Ruhrgebiet" zugeschrieben wird
soll er nach der Auslosung geschrieben haben; soll "Wilhelmi" laut Spiegel Online geantwortet haben; Zeugen sollen von rassistischen Gesängen berichtet haben
Im Stadion habe es Plakate mit Runenschrift gegeben, Alles unbelegtes Zeug das jetzt Wochen nach dem Spiel überraschend ans Licht kommt.
P.S. Waren Mundlos und Kompliezen etwa auch im Stadion und wenn ja, was hätten sie wohl vorgehabt??

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