Petkovic kämpft gegen die Erinnerung

Melbourne..  Die Hisense-Arena will Andrea Petkovic am liebsten gar nicht mehr betreten. Als Deutschlands zweitbeste Tennisspielerin vor dem Auftakt der Australian Open von Shootingstar Simona Halep gefragt wurde, ob sie um 12 Uhr mittags eine gemeinsame Trainingseinheit im zweitgrößten Stadion des Melbourne Parks absolvieren wollten, lehnte Petkovic dankend ab.

2008 stand Petkovic in ihrem Erstrunden-Match gegen die Russin Anna Tschakwetadse keine drei Minuten auf dem Platz, ehe sie nach einem Vorhandschlag zu Boden sank und nicht mehr weiterspielen konnte. Mit einem Kreuzbandriss fiel sie ein halbes Jahr aus. Auch in den Folgejahren machte das Verletzungspech der ehrgeizigen Darmstädterin Down Under zu schaffen.

„Ich habe ja sehr verquere Erinnerungen an diesen Ort. Das kriege ich nicht mehr aus meinem Kopf“, bekannte Petkovic vor ihrem Auftakt am Dienstag gegen Madison Brengle (USA), „ich habe hier mit meinen Dämonen zu kämpfen. Das ist nun mal ein spezieller Ort für mich, das muss ich akzeptieren und vielleicht auch gar nicht bekämpfen.“