Pechstein vergleicht sich mit Amanda Knox
05.10.2011 | 12:27 Uhr 2011-10-05T12:27:27+0200
Camyuva. Claudia Pechstein hält den Freispruch von der wegen Mordes angeklagten Amanda Knox für richtig und sieht darin Parallelen zu ihrem Doping-Fall. Zudem kündigte sie an, die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft noch dieses Jahr zu verklagen.
Die fünffache Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat sich und ihren Doping-Fall mit dem der Amerikanerin Amanda Knox verglichen, die in Italien wegen angeblichen Mordes angeklagt war und nun aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde. „Das ist ein absoluter Sieg auch für mich gewesen“, sagte Pechstein beim Event „Champion des Jahres“ in der Türkei: „Amanda war vier Jahre im Knast. Aber wenn man wirklich ,im Zweifel für den Angeklagten’ sagt, musste die Entscheidung so ausfallen, weil niemand weiß, was wirklich passiert ist.“
Schadensersatz soll hoch ausfallen
Claudia Pechstein zog den Vergleich, um darauf hinzuweisen, dass es auch bei ihr keinen Beweis dafür gebe, dass sie jemals gedopt habe. Deshalb müsse auch sie an Mangel an Beweisen freigesprochen werden.
Zudem kündigte Pechstein an, die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) noch in diesem Jahr auf Schadenersatz in „astronomischer Höhe“ zu verklagen. Die Klageschrift wird nach Pechsteins Angaben 500 bis 600 Seiten dick sein und soll Ende Oktober im Detail vorgestellt werden. „Es ist brutal, was passiert ist, und das kann man auch nicht wieder gutmachen. Deswegen muss die Summe utopisch sein“, sagte Pechstein beim Event „Champion des Jahres“ in der Türkei.
Vorbild Katrin Krabbe
Vorbild ist für sie die erfolgreiche Klage der früheren Sprint-Weltmeisterin Katrin Krabbe, die vom Landgericht München 2001 rund 1,2 Millionen Mark Schadenersatz bekommen hatte, weil sie vom Leichathletik-Weltverband IAAF ein Jahr zu lang gesperrt worden war. Sollte Pechsteins Klage Erfolg haben, will sie mit dem Urteil gegen den Eislauf-Weltverband ISU vorgehen.
Pechstein hatte zuletzt Selbstanzeige wegen eines möglichen Doping-Vergehens bei der Anti-Doping-Weltagentur WADA, deren deutschem Ableger NADA sowie beim Eislauf-Weltverband ISU und bei der DESG gestellt. Die ISU ließ Pechstein anscheinend eiskalt abblitzen. Pechstein zitierte aus einem Schreiben der ISU an die DESG, dass der Fall abgeschlossen sei und sie ein Leben lang mit den erhöhten Blutwerten starten dürfe.

17:29
Amanda Knox hat eine dreijährige Freiheitsstrafe für Verleumdung verbüßt. Für was möchte Frau Pechstein bestraft werden?
19:44
Die Dame lebt wohl in einer anderen Welt, anders ist ihr Vergleich mit Knox nicht zu deuten!
Sie gehört dringend gemaßregelt ob ihrer dümmlichen Frechheiten!
17:34
# Frau Pechstein hat bevor man sie des Dopings überführt hat..jahrelang sehr hohe Beträge ..bei einem sprich man von einem Millionerndeal..neben dem Eislaufen kassiert und war da nie zimperlich was ihre konkurenz betraff.....also sie hat immer gut gelebt und sich jetzt mit jemanden zu vergleichen der wegen Mordes verurteilt war ist schon gelinde gesagt ...PERFIDE.......
16:53
Ich glaube, wenn man aufgrund dieses Artikels gegen Frau Pechstein wettert (was ich nachvollziehen kann), dann nicht, weil sie auf Schadenersatz klagen will. Wenn sie sich unschuldig fühlt, dann ist das nachzuvollziehen, dass sie Geld fordert.
Ich finde allerdings den Vergleich abartig.
Sicher ist es tragisch, wenn ihr zu Unrecht die Karriere verpfuscht worden sein sollte und sie dadurch natürlich hohe finanzielle Nachteile erlitten hat.
Aber dies zu vergleichen mit einer Person, die ein viertel Jahrhunder im Gefängnis gesessen hätte, ist doch wirklich sehr realitätsfremd. Das eine unschuldig zu erleiden ist schlimm, dass andere sprengt aber doch wohl unser aller Vorstellungskraft.
15:30
#3 von Murphy07
Was man von Gutachtern halten kann ist bekannt...
Mir nicht, erklären Sie s mir?
15:20
#5 er muss dann wohl nicht nur Mediziner sein, er muss auch über das Probenmaterial verfügen und in der Lage sein mehr als einige anerkannte Immunologen dieses Material beurteilen zu können.
Wahrscheinlicher aber ist, das hier mal wieder bar jeden Faktenwissen gepöbelt wird.
14:41
murphy07
nun sie scheinen ja mediziner zu sein um zu wissen das pechstein gedopt hat.
14:22
Ob ihr schon mal die Idee gekommen ist mit ehrlicher Arbeit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.Aber Schadenersatzin astronomischer Höhe fordern ist natülich der leichtere Weg.Schon für ihr widerlich anmaßendes Verhalten sollten sämtliche erhaltene Fördergelder zurückgefordert werden da Doping ja auch den Tatbestand des Betruges erfüllt.
13:58
Es wurde nicht gepöbelt und klar ausgesprochen...Was man von Gutachtern halten kann ist bekannt...die ,die von Pechstein bezahlt werden vertreten die Meinung der Frau und die, die von Gerichten bezahlt werden ...müssen nach Recht und Gesetz begutachten....sie haften auch für ihre Aussage...... das ist doch mal ein Unterschied...
Zu Pechstein ist zu sagen...wer hoch fliegt, kann auch tief fallen. Sie hat in ihrem Sportlerleben nie Rücksicht auf Andere genommen....
13:41
#1 einige bekannte Immunologen stützen ihre Unschuldsaussage. So ist es Sache eines staatlichen Gerichts die Wertung zu treffen. Sie anzupöbeln trägt nicht zur Wahrheitsfindung bei.