Atlanta-Olympiasiegerin Wyludda verpasst Finale

Ilke Wyludda hat 16 Jahre nach ihrem Olympiasieg von Atlanta bei ihrer Paralympics-Premiere das Finale der besten Acht und somit auch die Chance auf eine Medaille verpasst.

London (SID) - Ilke Wyludda hat 16 Jahre nach ihrem Olympiasieg von Atlanta bei ihrer Paralympics-Premiere das Finale der besten Acht verpasst. Die 43-Jährige aus Halle/Saale belegte nach drei Würfen mit dem Diskus in London trotz persönlicher Bestleistung von 29,57 m nur Rang neun. Wyludda, die erst seit rund einem Jahr Parasport betreibt, hatte im Vorfeld nicht als Medaillenkandidatin gegolten.

Wyludda war trotz des vorzeitigen Ausscheidens nicht unzufrieden. "Ich bin mit dem Ziel in den Wettkampf gegangen, es zu genießen", sagte sie: "Ich habe Bestleistung geworfen, also habe ich alles erreicht, was ich wollte."

Im Dezember 2010 hatte sich Wyludda im Klinikum Bergmannstrost in Halle den rechten Unterschenkel amputieren lassen müssen. Ausgerechnet an jenem Ort, wo Wyludda heute als Anästhesistin arbeitet. Eine offene Wunde, die seit Jahren nicht richtig verheilte, hatte sich nach einer abermaligen Operation bakteriell infiziert.