Fußball

Paderborn gibt vielen Bundesligisten ein gutes Beispiel

Eine verschworene Gemeinschaft: Spieler und Trainer des Bundesliga-Überraschungsteams SC Paderborn.
Eine verschworene Gemeinschaft: Spieler und Trainer des Bundesliga-Überraschungsteams SC Paderborn.
Foto: imago/Hartenfelser

Zwei Tage nach Frühstarter Stuttgart haben am Montag weitere zwölf Bundesligisten die Rückrundenvorbereitung aufgenommen. Viele sind aufgeregt, Paderborn nicht. Ein Kommentar.

Essen.. Die Bundesligisten legen wieder los, und bei ihrer Vorbereitung auf die Rückrunde lassen sie sich von mancher Aufgeregtheit leiten. Weil der Hamburger Sport-Verein nicht länger der Hamburger Spott-Verein sein will, glaubt Trainer Joe Zinnbauer, jetzt aber mal ganz andere Saiten aufziehen zu müssen. Die Profis sollen sich an Ganztagsarbeit gewöhnen. Morgenappell 7.30 Uhr, dann Frühsport vor dem Frühstück. Anschließend Training.

Eine Maßnahme, die vermutlich nicht nur nach innen, sondern vor allem auch nach außen wirken soll. Ist allerdings keine ganz neue Idee: Rudi Gutendorf bestellte die Spieler von Schalke 04 Ende der 60er-Jahre schon um 6 Uhr zum Lauftraining. Die Strecke führte am Zechentor vorbei – ein Versuch, auch die richtigen Malocher zu beeindrucken.

Solchen Firlefanz hat André Breitenreiter nicht nötig. Der Trainer des SC Paderborn kam nach einer Analyse in der Winterpause zu der „Gewissheit, dass der Klassenerhalt möglich ist“. Zur Saisonhalbzeit steht der Aufsteiger auf Rang zehn – sieben Plätze vor Borussia Dortmund. Ein Beleg dafür, dass auch unter bescheidenen Bedingungen manches möglich ist. Wenn alle mitziehen, mitkämpfen, mitfiebern. Die Paderborner hauen in ihren Spielen alles raus – Training im Morgengrauen können sie sich schenken.

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