Das aktuelle Wetter NRW 24°C
Sport

Olympiasieger Hocke tritt zurück

29.12.2012 | 11:05 Uhr

Skisprung-Olympiasieger Stephan Hocke hat einen Tag vor dem Beginn der Vierschanzentournee überraschend seinen sofortigen Rücktritt vom Leistungssport erklärt.

Oberstdorf (SID) - Skisprung-Olympiasieger Stephan Hocke hat einen Tag vor dem Beginn der Vierschanzentournee überraschend seinen sofortigen Rücktritt vom Leistungssport erklärt. "Ich sehe einfach keine Chance mehr, meine Saisonziele zu verwirklichen", sagte Hocke der "Thüringer Allgemeine".

"Wir respektieren die Entscheidung von Stephan und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute", sagte Horst Hüttel, Sportlicher Leiter Skisprung/Nordische Kombination im Deutschen Skiverband. "Wir würden uns freuen, wenn Stephan seine Erfahrungen und sein Know-how im Verband weitergeben könnte. Die Tür steht ihm jederzeit offen."

Der 29-jährige Hocke aus Schmiedefeld, der 2002 mit dem Team bei den Winterspielen in Salt Lake City Gold geholt hatte, nannte die aufwendige Materialschlacht sowie die schlechten Trainingsbedingungen in Thüringen als Gründe für das vorzeitige Karriereende. "Es ist gegenwärtig eine Materialschlacht im Gange. Und es bestand keine Chance, einen konkurrenzfähigen Anzug zu bekommen - also haben wir uns geeinigt, dass ich nicht starte", sagte Hocke, der zuletzt auf die Springen beim Continentalcup in Engelberg/Schweiz verzichtete.

Hocke, der 2001 in Engelberg wenige Wochen nach seinem Debüt seinen einzigen Weltcupsieg feierte, hatte trotz ordentlicher Trainingsleistungen die Qualifikation für die Tournee verpasst. Zwölf deutsche Adler traten am Samstag in Oberstdorf zur Qualifikation für das Auftaktspringen später an - ohne Hocke. Das erste Highlight des WM-Winters wird er nur vor dem Fernseher verfolgen. "Da ist es zumindest entschieden wärmer", sagte Hocke.

Vor der Saison hatte Hocke sich noch die WM in Val di Fiemme als Ziel gesetzt. "Ich möchte mich mit guten Leistungen für die WM qualifizieren", sagte Hocke noch vor wenigen Wochen. Ganz vom Skispringen abwenden will sich der Thüringer aber nicht, seinen A-Trainerschein habe er nicht umsonst gemacht. Zunächst soll aber ein Berufsförderdienst bei der Bundeswehr, wo Hocke den Rang eines Oberfeldwebels inne hat, den Übergang zum Studium erleichtern. In seiner Heimat will er später Sport, Biologie und Sozialkunde auf Lehramt studieren.

sid

Facebook
Kommentare
BVB-Kapitän
Sebastian Kehl ist als BVB-Kapitän abgetreten - wer soll sein Nachfolger werden?

Sebastian Kehl ist als BVB-Kapitän abgetreten - wer soll sein Nachfolger werden?

 
Aus dem Ressort
Verhandlungen mit Klostermann beim VfL Bochum gescheitert
VfL Bochum
Die Vertragsverhandlungen mit Defensiv-Talent Lukas Klostermann sind beim VfL Bochum gescheitert. Der 18-Jährige hat das Vertragsangebot nicht akzeptiert. Daraufhin zogen die Bochumer ihr Angebot zurück. Knackpunkt soll dabei die Ausstiegsklausel gewesen sein.
Fortuna empfängt Braumschweig nach perfekter Vorbereitung
Zweitliga-Start
Am Freitagabend startet die 2. Fußball-Bundesliga in die 41. Spielzeit. Fortuna Düsseldorf eröffnet das Rennen um die Aufstiegsplätze für die Bundesliga in der Arena gegen Eintracht Braunschweig. Beim Dauerkartenverkauf ist der Aufstiegsmitfavorit in der Liga bereits Spitze.
1:0 im Finale über Portugal - Deutsche U19 ist Europameister
U19-EM
Die deutsche U19-Nationalmannschaft ist Europameister. Das von Marcus Sorg trainierte Team sicherte sich den Titel in Budapest dank eines 1:0-Finalerfolgs gegen Portugal. Das Tor des Tages für die deutschen Junioren erzielte Hany Mukhtar. Davie Selke ist Torschutzenkönig des Turniers.
Für Welling ist RWE nicht ansatzweise eine Söldnertruppe
Welling-Interview
Vor dem Saisonstart in der Fußball-Regionalliga gegen SF Lotte spricht Michael Welling, Vereinsboss von Rot-Weiss Essen, im großen Interview über schützenswerte Kulturgüter, Trainerwechsel, Söldnertruppen sowie den Abschied von Kult- und Identifikationsfigur Vincent Wagner.
Klopp kündigt Immobile als torhungrigen "Krieger" an
Stürmer
Es ist keine leichte Aufgabe, der sich Ciro Immobile bei Borussia Dortmund gegenüber sieht: Er muss sich an den intensiven BVB-Stil gewöhnen und gleichzeitig die Lücke schließen, die Robert Lewandowski hinterlässt. Doch der Neue gibt sich selbstbewusst.